Hacker zeigt sich erholt und gewinnt B-Finale
Ruderern winkt fette Beute

Alle haben zwar nicht die Erwartungen erfüllt. Und dennoch stehen die Chancen der deutschen Ruderer nach dem Abschluss der letzten Halbfinals am Donnerstag gut, auch in Athen ihrem Ruf als Medaillengaranten für das deutsche Team gerecht zu werden.

HB ATHEN. Denn die Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) hat nicht weniger als neun Boote in den Endläufen - und damit deutlich mehr als die zweitbeste Mannschaft Australien mit sechs. Nicht zuletzt deshalb glaubt DRV-Sportdirektor Michael Müller an ein Happy end: "Ich muss keine meiner Prognosen zurücknehmen. Vier bis sechs Medaillen bleiben unser Ziel." Es winkt also fette Beute.

Zum Medaillensegen beitragen soll erneut der Männer-Doppelvierer. Die WM-Gewinner der vergangenen drei Jahre qualifizierten sich als letzte deutsche Mannschaft für den Endlauf. Obwohl die Konkurrenz aus Polen mit einer Luftkastenlänge vor der Crew um Schlagmann Robert Sens (Berlin) ins Ziel kam, nahm das Selbstvertrauen keinen Schaden. Unmissverständlich gab Stepan Volkert (Leverkusen) zu verstehen, dass er sich nicht wie in Sydney mit Bronze zufrieden geben will: "Alles andere als Gold wäre für mich eine Enttäuschung."

Die Hoffnung auf einen Olympiasieg haben auch Daniela Reimer (Potsdam) und Claudia Blasberg (Dresden) noch nicht aufgegeben. Den dritten Halbfinal-Platz im leichten Frauen-Doppelzweier hinter Rumänien und den Niederlanden wollte Schlagfrau Blasberg nicht als Fingerzeig für das Finale verstanden wissen: "Mir kommen deshalb keine Zweifel. Dass wir die Rumäninnen schlagen können, haben wir bereits im Weltcup-Halbfinale von Luzern bewiesen."

Dagegen kam für den leichten Vierer ohne Steuermann nach einem fünften Rang das erwartete Aus. Wie schon zuvor vier andere DRV-Boote verpasste die Crew von Trainer Werner Nowak den Finaleinzug.

24 Stunden nach seiner vielbeachteten Halbfinal-Schlappe war Marcel Hacker nicht nur während des Einer-Rennens um Rehabilitierung bemüht. Nach seinem Sieg im Einer-B-Finale riss der Vize-Weltmeister die Arme hoch und jubelte wie ein Olympiasieger. Sachlicher reagierte Trainers Andreas Maul auf den Auftritt seines Schützlings: "Marcel hat heute wieder sehr gute Form gezeigt - leider einen Tag zu spät."

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