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Hackmann: Straub soll DFL-Ruhestand verschieben

Almancil (dpa) - Als Interims-Chef der deutschen EM-Delegation hat Werner Hackmann bisher keine Probleme zu lösen, dafür bastelt der Liga-Präsident in Portugal an neuen DFL-Plänen.

Almancil (dpa) - Als Interims-Chef der deutschen EM-Delegation hat Werner Hackmann bisher keine Probleme zu lösen, dafür bastelt der Liga-Präsident in Portugal an neuen DFL-Plänen.

Die freien Stunden im Quartier «Ria Park Garden» nutzt Hackmann vor allem dazu, am Entwurf eines neuen Grundlagenvertrages zwischen Deutscher Fußball-Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu feilen. «Wir haben uns angenähert in den Gesprächen», berichtete der DFL-Boss. Vor allem in Fragen des DFB-Pokal möchte die Liga in dem neuen Grundlagenvertrag mehr Mitspracherecht verankern.

Neben der «Baustelle» Grundlagenvertrag - die alte Vereinbarung läuft nach der Saison 2004/05 aus - muss sich Hackmann überraschend mit einer weiteren offenen Frage beschäftigen. Durch den plötzlichen Rücktritt von Reiner Calmund als Manager von Bayer Leverkusen wird auch die Personalplanung bei der DFL beeinflusst. Denn Wolfgang Holzhäuser, der DFL-Geschäftsführer Wilfried Straub ablösen sollte, bleibt nun vorerst beim Bundesligaclub. Hackmann plädiert dafür, dass Straub seinen für März 2005 angekündigten Rückzug in den Ruhestand verschiebt. «Es liegt nur an Herrn Straub.»

Die Personalie Geschäftsführer steht schon am 20. Juni bei der Aufsichtsratssitzung, die im EM-Quartier stattfinden soll, mit auf der Tagesordnung. Hackmann will einen Bericht über den Grundlagenvertrag auf einer Präsidiumssitzung am 9. Juli weiter verfeinern. In den nächsten Wochen müssen zudem die Themen TV-Produktion und Zweitverwertung endgültig geklärt werden. «Am 31. Juli möchte ich bei der DFL-Mitgliederversammlung Konkretes präsentieren», sagte Hackmann.

Der Funktionär, der am Tag des Spiels gegen die Niederlande von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder als Delegations-Leiter abgelöst wird, will auf jeden Fall bis 4. Juli in Portugal bleiben. Der Algarve-Liebhaber («Ich habe hier ein kleines Stammhotel») traut auch dem deutschen Team einen langen Aufenthalt zu: «Die Stimmung ist gut. Die Jungs sind angespannt, aber konzentriert.»

Mit der EM vor vier Jahren, die Hackmann als Vertreter der DFB-Beobachtergruppe erlebt hatte, sei die Situation überhaupt nicht zu vergleichen. «Alle Spieler wissen, dass sie gegen Holland von der ersten Minute an voll konzentriert sein müssen. Man kann nur hoffen, dass sie nicht verkrampfen», sagte der ehemalige Präsident des Hamburger SV. «Wenn du gegen die Niederlande unentschieden spielst, ist alles gut.»

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