Archiv
Hackmann weiter Chef der DFL

Berlin (dpa) - Werner Hackmann bleibt für weitere drei Jahre Chef der Fußball-Bundesligen. Der 57-jährige Hamburger wurde in Berlin auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes als Präsident und Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga (DFL) einstimmig wieder gewählt.

Berlin (dpa) - Werner Hackmann bleibt für weitere drei Jahre Chef der Fußball-Bundesligen. Der 57-jährige Hamburger wurde in Berlin auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes als Präsident und Aufsichtsratschef der Deutschen Fußball Liga (DFL) einstimmig wieder gewählt.

Neu im Vorstand, der von zwölf auf acht Mitglieder verkleinert wurde, ist Karl-Heinz Rummenigge vom FC Bayern München. Damit ist der deutsche Rekordmeister erstmals nach der Lösung der Liga vom DFB im Dezember 2000 in der Bundesliga-Führung vertreten.

Rummenigge nannte als Vereins-Vertreter auch gleich seine Hauptforderung: «Beim Grundlagenvertrag wird es zu Veränderungen kommen müssen. Da müssen wir zusehen, dass wir eine Optimierung vornehmen zu Gunsten der DFL.» Zuletzt waren rund 2,5 Millionen Mark mehr pro Saison von der DFL zum Deutschen Fußball-Bund (DFB) geflossen.

In der geheimen Abstimmung der 36 deutschen Profivereine über den Vizepräsidenten des Verbandes setzte sich der Erstliga-Kandidat Wolfgang Holzhäuser (Bayer Leverkusen) mit 19 Stimmen gegen Andreas Rettig (1. FC Köln/17) durch. Nach den Plänen des DFB wird Holzhäuser beim Bundestag des Verbandes im Oktober in Osnabrück einen zusätzlichen Platz für die Profis im DFB-Präsidium erhalten.

Im neuen Vorstand des Ligaverbandes, der zugleich den Aufsichtsrat der operativ wirkenden DFL bildet, arbeiten zudem Michael Meier (Borussia Dortmund), Peter Peters (Schalke 04), Harald Strutz (Mainz 05), Kurt Gaugler (Wacker Burghausen) und Rettig. Damit hat die 2. Liga nur noch zwei Stimmen im Vorstand, die 1. Liga dagegen dominiert nun mit fünf Vertretern im höchsten Gremium. Zum ersten «Ehren-Angehörigen» des Ligaverbandes wurde der Bremer Franz Böhmert gewählt, der lange Jahre für die Liga gearbeitet hatte.

Hackmann zeichnete in seinem Bericht der vergangenen drei Jahre ein optimistisches Bild des deutschen Profi-Fußballs, vor allem wirtschaftlich. Trotz vieler Krisen in der ersten Legistraturperiode würden außer der englischen Premier League alle anderen europäischen Ligen «schlechter da stehen», führte der alte und neue Liga-Chef aus. Laut der jüngsten Lizenzunterlagen drücken den deutschen Profi-Fußball zwar 670 Millionen Euro Verbindlichkeiten, was eine neue negative Rekordmarke darstellt. Dem würden aber auch mehr als eine Milliarde Euro an Vermögenswerten entgegen stehen, erklärte DFL-Geschäftsführer Wilfried Straub.

Der designierte neue DFB-Präsident Theo Zwanziger, der im Oktober mit Gerhard Mayer-Vorfelder als «Doppelspitze» des Verbandes installiert werden soll, warb bei den Liga-Vertretern um weitere «Balance» in allen Bereichen des Fußballs. Deshalb müsse auch der Grundlagenvertrag zwischen DFB und DFL «sachgerecht» und «vernünftig» weiter entwickelt werden. Zugleich bat Zwanziger auch um den Zuspruch der Bundesliga für die vorgesehene doppelte Präsidentschaft: «Ab Oktober haben wir gemeinsam eine WM vorzubereiten, worauf sich die Menschen freuen», sagte der bisherige DFB-Schatzmeister.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%