Hälfte der Netzwerk-Standorte vor der Schließung
Siemens plant weitere harte Einschnitte

Der Siemens-Konzern plant für das Netzwerk-Geschäft weitere tief greifende Sanierungsschritte. Der Abbau der Hälfte der Produktionsstandorte mit insgesamt 6 500 Mitarbeitern sei denkbar, sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer.

cbu MÜNCHEN. Der Siemens-Konzern plant für das Netzwerk-Geschäft weitere tief greifende Sanierungsschritte. Der Abbau der Hälfte der Produktionsstandorte mit insgesamt 6 500 Mitarbeitern sei denkbar, sagte Siemens-Chef Heinrich von Pierer der französischen Zeitung "La Tribune" (Dienstagsausgabe). Damit reagiere Siemens auf die Krise im Geschäft mit Telefon- und Computer-Netzwerken.

Wie viele Arbeitsplätze von den Maßnahmen betroffen sind, stehe noch nicht fest, ergänzte ein Siemens-Sprecher. Der Netzwerk-Bereich ICN ist eines der Sorgenkinder im Konzern. Allein im dritten Quartal 2000/01, also von April bis Juli 2001, schrieb ICN rote Zahlen von 563 Mill. Euro. Erste Maßnahmen wurden bereits ergriffen: Die Kosten sollen um rund 2,2 Mrd. Euro gesenkt und rund 5 500 Stellen gestrichen werden. Bereichschef Roland Koch musste bereits gehen. Sein Nachfolger Thomas Ganswindt werde noch vor Mitte November die neuen Sanierungsschritte verkünden, sagte von Pierer. Konkrete Beschlüsse wurden noch nicht gefasst. Siemens werde sich aber nicht aus der Fertigung im Netzwerk-Geschäft verabschieden, heißt es. Zu ICN gehört auch die US-Tochter Unisphere Networks, die den mehrfach angekündigten Börsengang immer wieder verschoben hat.

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