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Händler befürchten Abwärtsspirale an den deutschen Börsen

dpa-afx FRANKFURT. Eine panikartige Stimmung hat derzeit die deutschen Aktienmärkte im Griff. Die monatelange Seitwärtsbewegung scheint beendet und der Ausverkauf eingesetzt zu haben. Nachdem der deutsche Leitindex DAX am Freitag knapp drei Prozent und der Tecdax sogar knapp fünf Prozent eingebüßt hatte, setzte sich die Talfahrt am Montag weiter fort. Der DAX erreichte im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit November 2003. Noch stärker unter Druck stand der Tecdax , der um weitere 5 % nachgab und damit so tief fiel wie seit Juli 2003 nicht mehr.

dpa-afx FRANKFURT. Eine panikartige Stimmung hat derzeit die deutschen Aktienmärkte im Griff. Die monatelange Seitwärtsbewegung scheint beendet und der Ausverkauf eingesetzt zu haben. Nachdem der deutsche Leitindex DAX am Freitag knapp drei Prozent und der Tecdax sogar knapp fünf Prozent eingebüßt hatte, setzte sich die Talfahrt am Montag weiter fort. Der DAX erreichte im Handelsverlauf den tiefsten Stand seit November 2003. Noch stärker unter Druck stand der Tecdax , der um weitere 5 % nachgab und damit so tief fiel wie seit Juli 2003 nicht mehr.

"Die Prognosen vieler Banken über einen DAX-Stand von mehr als 4 000 Punkten bis zum Jahresende sind erst einmal außer Sichtweite. Der Leitindex könnte derzeit eher die 3 500-Punkte-Marke antesten", sagte Händler Martin Siegel vom Bankhaus Sal. Oppenheim.

ABWÄRtstrend Ohne Gegenwehr

"Es sieht alles danach aus, dass eine längerfristige Abwärtsbewegung ausgelöst wurde", bestätigte auch Händler Nikolas Rothley von der Baden Bank-Württembergischen in Stuttgart. Terrorängste, der schwache US-Dollar und vor allem der steigende Ölpreis hätten der lethargischen Stimmung am Markt ein Ende bereitet. Als am Freitag dann auch noch die US-Arbeitsmarktdaten kräftig enttäuschten, sei das Fass zum Überlaufen gebracht worden. "Ich sehe den Markt zwar nicht kollabieren, aber es ist keine Gegenwehr zum Abwärtstrend spürbar", sagte Rothley.

Einen einzelnen Grund für den Start der Talfahrt am Aktienmarkt sieht auch Siegel nicht. Der hohe Ölpreis, der am vergangenen Freitag in den USA einen Rekordwert von 44,77 $ erreicht hatte, sei allerdings ein wichtiges Verlust auslösendes Moment gewesen, der die zahlreichen positiven Quartalsbilanzen der Unternehmen überschattet habe. "Inzwischen sehen wir am Markt, dass die Kapitalzuflüsse der Fonds versiegen. Das könnte der Anfang einer Abwärtsspirale sein", sagte er.

Drastische Kursverluste IM Tecdax

Drastisch sei der Kursverfall dabei insbesondere bei den Technologie-Werten, die auf Marktschwankungen überproportional reagierten. "Der Tecdax, der 2003 die Aufwärtsbewegung angeführt hat, ist nun auch Anführer bei den Verlierern", sagte Aktienanalystin Sandra Schiller von der Commerzbank Securities.

Sollte sich der Markt zeitweilig stabilisieren, geht die Analystin davon aus, dass diese Phase für weitere Verkäufe genutzt werden wird. "Wo man auch hinschaut, es überwiegen die Verkaufssignale", sagte sie.

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