Händler erwarten eher ruhigen Handel
Nemax 50 kann an Vortagesgewinne anknüpfen

Der Frankfurter Neue Markt hat am Donnerstag an die Gewinne vom Vortag anknüpfen können. Der Nemax 50 stieg binnen weniger Handelsminuten um 0,5 Prozent auf 1 310,13 Zähler. Der Nemax All Share zog um 0,6 Prozent auf 1 238,27 Punkte an.

dpa-afx FRANKFURT. Wegen Thanksgiving in Amerika werden im Tagesverlauf keine großen Bewegungen den Markt treiben - weder in die eine noch in die andere Richtung, sagte ein Händler. Außerdem sei das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland "schlecht" ausgefallen. Das belaste möglicherweise im weiteren Geschäft - wenngleich die Marktteilnehmer da unterschiedlicher Meinung seien.

Gegen den Trend einen schlechten Start legten die Aktien von Medigene hin. Das biopharmazeutische Unternehmen hat in den ersten Monaten einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 19,17 Millionen Euro. Das war weniger als von Analysten prognostiziert, aber mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr: In den ersten neun Monaten 2000 hatte MediGene 8,617 Millionen Euro Verlust vor Zinsen und Steuern erwirtschaftet. Allerdings steigerte das Unternehmen seinen Umsatz um 75 Prozent auf 5,883 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit 5,30 Millionen Euro gerechnet. Nach Bekanntgabe der Zahlen fielen Medigene auf den vorletzten Platz im Nemax 50 zurück. Die Aktie verlor am Morgen 3,98 Prozent auf 24,10 Euro. Zeitweise war das Kursminus mehr als doppelt so hoch.

Kontron Embedded Computers notierten unter allen Titeln des Auswahlindex am schwächsten. Die Aktien brachen um 9,45 Prozent ein und kosteten 15,34 Euro. Der Anbieter miniaturisierter Computer hatte für das Gesamtgeschäftsjahr eine Warnung für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen herausgegeben. Das Ergebnis werde durch Restrukturierungskosten belastet und wahrscheinlich unter Plan liegen. Außerdem gab MediGene für die abgelaufenen drei Quartale 2001 einen Umsatz von 275 Millionen DM gegenüber 136 Millionen DM im Vorjahreszeitraum bekannt gegeben - ein Plus von 100 Prozent. Allerdings trug das dritte Jahresviertel nur mit 74 Millionen DM dazu bei. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Zu- und Abschreibungen belief sich im dritten Quartal nur auf 2,5 Millionen DM, kumuliert in den abgelaufenen drei Quartalen des Geschäftsjahres 28,4 Millionen DM.

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