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Händler erwarten kaum Bewegung im Dax

Zum Start in die Woche gehen Marktteilnehmer nicht von großen Veränderungen bei den deutschen Standardwerten aus.

rtr FRANKFURT. Der Deutsche Aktienindex (Dax) wird Händlern zufolge kaum verändert in die neue Börsenwoche starten. Analysten und Fondsmanager rechnen auch für diese Woche mit einem unter dem Strich kaum veränderten Index-Niveau.

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 5 404 und 5 408 Punkten in den Handel starten. Am Freitag hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer 2,35 % zugelegt und bei 5401 Punkten geschlossen. Im Wochenverlauf hatte der Dax mehr als ein Prozent gewonnen. Der Neue Markt, dessen Auswahlindex am Freitag 1,58 % nachgegeben hatte, wird Händlern zufolge fast zwei Prozent fester in die Sitzung starten. Börsianer sagten, der Nemax 50 werde damit seine starken Verluste in der Schlussauktion vom Freitag wieder gutmachen. Im Verlauf der vergangenen Woche hatte der Nemax 50 7,5 % eingebüßt.

Die US-Märkte hatten am Freitag nach einer Reihe von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturindikatoren fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,86 % und die Technologiebörse Nasdaq 0,76 % zugelegt.

Der weltgrößte Touristikkonzern Preussag wird das Wintergeschäft nach Worten von Unternehmenschef Michael Frenzel voraussichtlich mit einem Umsatzminus abschließen. Zugleich zeigte sich Frenzel auf der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) am Wochenende aber zuversichtlich, dass die Touristik eine Wachstumsbranche bleibe. Für das laufende Jahr und besonders die wichtige Sommersaison wagte er aber noch keine Prognose. Ein Aktienhändler sagte: "Das muss man nicht negativ sehen. Beim Reisen wird der Aufschwung 2002 auf jeden Fall kommen."

Die im Mdax gelistete Cargolifter AG hat wegen Finanzproblemen die Serienproduktion ihres geplanten Luftschiffes CL 160 auf das Geschäftsjahr 2005/06 und damit um ein Jahr verschoben. Der bis dahin erwartete Kapitalbedarf wurde um rund 130 Mill. ? erhöht. Mit dem Erreichen der Gewinnschwelle rechnet Unternehmens-Chef Carl von Gablenz auch erst ein Jahr später und zwar 2006/07.

Indes hat sich am Wochenende im Bankenstreit um eine Rettung des angeschlagenen Baukonzerns Philipp Holzmann keine Einigung abgezeichnet. Mehrere der beteiligten Gläubigerinstitute erklärten sich weiter nicht bereit, das von der Deutschen Bank befürwortete Hilfskonzept für Holzmann mitzutragen. "Die Verhandlungen scheinen auf sehr wackeligen Beinen zu stehen", sagte ein Börsianer. Solange es keine Lösung gebe, sei mit weiteren Kursverlusten zu rechnen.

Am Montag tritt die Index-Veränderung der Deutschen Börse in Kraft. In den MDax werden DIS, Gerry Weber und Indus Holding aufgenommen und ersetzen damit Baader , Deutz und Depfa. In den Nemax50 steigen Nordex, FJA und Funkwerk auf. Carrier 1, Heyde sowie Primacom müssen dagegen den Blue-Chip-Index des Neuen Marktes verlassen.

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