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Händler erwarten schwächeren Dax

Sie Stimmung sei schlecht, heißt es. Im Mittelpunkt dürften die Papiere von Daimler-Chryler und Hypo-Vereinsbank stehen.

rtr FRANKFURT. Nach den schwachen Vorgaben der Börsen in New York dürften die deutschen Aktienwerte nach Einschätzung von Händlern am Mittwoch ihren Abwärtstrend fortsetzen und erneut mit Kursabschlägen eröffnen. "Die schlechte Stimmung greift weiter um sich", sagte ein Händler und verwies auf die Sorgen um undurchsichtige Bilanzierungspraktiken, die vermehrt zu Verkäufen in Amerika geführt hatten und die Aktien von IBM um mehr als drei Prozent ins Minus drückten. Auf den Verkaufslisten der Anleger am deutschen Markt dürften deshalb auch vor allem die Technologiewerte stehen, sagte ein Börsianer. In den Fokus dürften auch die Bankenwerte rücken, nachdem die Hypo-Vereinsbank ihren Geschäftsbericht vorgelegt hatte. Nach Vorlage von Zahlen dürften auch Daimler-Chrysler schwächer starten, sagten Händler.

Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) vorbörslich mit 4756 Punkten, nachdem der Index am Dienstag um mehr als zwei Prozent schwächer bei 4764 Zählern geschlossen hatte. Die Indikationen der Deutschen Bank lagen bei 4765 Zählern, das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Index bei 4756 Punkten. Die Indikationen der Citibank für den Nemax50 lagen vor Handelsbeginn bei 929 Punkten, nachdem der Blue-Chip-Index des Neuen Marktes bei 947 Zählern aus dem Handel gegangen war. Lang & Schwarz berechnete den Nemax50 mit 949 Punkten.

Die Indizes an den New Yorker Börsen hatten schwächer geschlossen, wobei die Technologiebörse Nasdaq auf den tiefsten Stand seit dem 2. November 2001 fiel. Der Dow Jones schloss um 1,60 % niedriger bei 9744 Zählern, der Nasdaq Composite gab um rund drei Prozent auf 1750 Zähler nach. Bedenken darüber, dass nach dem Skandal um den Energiehändler Enron weitere Unternehmen möglicherweise unsauber bilanziert hätten und die Befürchtungen, die hohen Schulden der US-Telekomfirmen könnten weitere Unternehmen des Sektors in finanzielle Schwierigkeiten bringen, verdüsterten Marktteilnehmern zufolge zunehmend die Stimmung am Markt. "Die Zeichen stehen entweder auf Verkaufen oder man hält die Finger aus dem Markt raus", beschrieb ein Börsianer das Geschehen.

In den Fokus des Marktgeschehens könnten die Bankenwerte rücken, nachdem die Hypo-Vereinsbank Geschäftszahlen vorgelegt hatte. "Die Zahlen sind teilweise am oberen Ende der Erwartungen, teilweise auch drüber und das ist positiv", sagte ein Analyst.

Die Aktien des Automobilkonzerns Daimler-Chrysler könnten nach Einschätzung von einem Händler schwächer starten, nachdem der Konzern Zahlen zum Gesamtjahr vorgelegt hatte. "Die Zahlen sind nicht so prickelnd", sagte der Börsianer. Ein Milliardenverlust bei der US-Tochter Chrysler hat das Ergebnis von Deutschlands größtem Automobilhersteller im vergangenen Jahr belastet. Der bereinigte operative Verlust bei Chrysler sei 2001 mit 2,18 Mrd. ? aber etwas geringer ausgefallen als vor Jahresfrist erwartet, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Sindelfingen mit.

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