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Händler erwarten schwächeren Dax

Vor allem die T-Aktie dürfte wieder unter Druck geraten, meinen Marktteilnehmer. Für etwas Unsicherheit sorgt auch die Zinsentscheidung der Fed.

rtr FRANKFURT. Da die Aktie des Index-Schwergewichts Deutsche Telekom voraussichtlich ihre Talfahrt am Mittwoch fortsetzen dürfte rechnen Händler mit einem schwächeren Handelsauftakt des Deutschen Aktienindex (Dax). Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend die Leitzinsen unverändert auf dem niedrigsten Niveau seit 40 Jahren belassen, zugleich aber die Finanzmärkte auf Zinserhöhungen ab Mitte des Jahres vorbereitet. Diese Entscheidung sei erwartet worden, sagte ein deutscher Aktienhändler. "Allerdings weiß keiner, wann die Zinserhöhungen beginnen werden. Das verunsichert ein wenig."

Der Dax wird nach der vorbörslichen Berechnung verschiedener Handelshäuser zwischen 5440 und 5448 Punkten in den Handel starten. Am Dienstag hatte das Börsenbarometer 0,7 % zugelegt und bei 5462 Punkten geschlossen. Der an den beiden Vortagen deutlich festere Neue Markt wird Händlern zufolge kaum verändert in die Sitzung starten.

Die US-Märkte hatten am Dienstag kaum auf die Fed-Entscheidung reagiert und mit leichten Aufschlägen geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte hatte 0,54 % und die Technologiebörse Nasdaq 0,2 % zugelegt.

T-Aktien, die bereits am Dienstag knapp zwei Prozent an Börsenwert eingebüßt hatten, dürften auch am Mittwoch weiter im Mittelpunkt stehen. Im vorbörslichen Handel tendierten die Titel rund zwei Prozent schwächer. Am Morgen hatte die Investmentbank Goldman Sachs die Aktie auf "Market Outperformer" herabgestuft und damit von ihrer Top-Empfehlungsliste gestrichen.

Europas größter Chemiekonzern BASF will sein konjunkturunabhängiges Geschäft weiter ausbauen. Unter Berufung auf den Finanzvorstand Max Dietrich Kley berichtet das Magazin "Telebörse" am Mittwoch vorab, in drei Jahren solle bei BASF der Umsatz-Anteil von wenig konjunktursensiblen Geschäften von gut 50 auf bis zu 70 % steigen.

Der am Neuen Markt gelistete Elektronikhändler Medion hat 2001 den Umsatz und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) deutlich gesteigert und die Analystenerwartungen erfüllt. Das Unternehmen sei zuversichtlich, auch 2002 die mit dem Börsengang angestrebten langfristigen Wachstumsraten von 25 bis 30 % erreichen zu können.

Der zu Eon gehörende und am Nebenwertesegment Mdax gelistete Logistikkonzern Stinnesist nach eigenen Angaben trotz schwacher Konjunktur besser als erwartet ins neue Jahr gestartet. Die Konjunktur werde sich im Jahresverlauf erholen, so dass eine Steigerung des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (Ebit) von neun Prozent möglich sei.

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