Händler für eine Aussetzung vom Handel
Teldafax-Aktie bricht nach Landgericht-Urteil ein

Nach dem Urteil des Landgerichts Köln zur Aufhebung der einstweiligen Verfügung der Teldafax AG gegen die Deutsche Telekom ist Teldafax-Kurs am Neuen Markt ins Bodenlose gefallen. In der Spitze fielen die Papiere um über 36 % auf ein Rekordtief von 0,30 Euro.

rtr FRANKFURT. "Teldafax sollte vom Handel ausgesetzt werden", sagte eine Händlerin. Die Meldung verstärke die Aktivität vieler rein spekulativ orientierter Anleger. "Das ist kein seriöser Handel mehr, sondern reine Zockerei", sagte die Händlerin. Das schade auch dem Ruf des Wachstumssegmentes. Mit über 850 000 auf Xetra gehandelten Stücken waren die Teldafax-Papiere die gefragteste Aktie am Neuen Markt und die Nummer vier aller in Deutschland gehandelten Aktien.

Teldafax - Intraday-Chart

Am Vormittag hatte das Kölner Landgericht entschieden, die Deutsche Telekom müsse Teldafax den Netzzugang nicht mehr gewähren. Daraufhin sagte der Insolvenzverwalter von Teldafax, Bernd Reuss, er sehe für das Marburger Unternehmen keine Sanierungsmöglichkeiten mehr. Voraussichtlich werde noch am Freitag der Netzzugang abgeschaltet. Teldafax war vor einigen Wochen von der Telekom auf Grund von hohen Rechnungsausständen vom Netz genommen worden. Dagegen hatte Teldafax eine einstweilige Verfügung zur Wiederaufschaltung ans Netz erwirkt.

Die Teldafax-Anteilsscheine markierten Mitte Januar mit 5,50 Euro ein Jahreshoch. Anfang Juli 1998 waren die Titel zu einem Emissionspreis von 52 DM am Neuen Markt ausgegeben worden.

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