Händler haben keine Erklärung für die Kurszuwächse
Dax präsentiert sich freundlich

Händler konnten sich die überraschend positive Tendenz nur schwer erklären.

Reuters FRANKFURT. Trotz negativer US-Vorgaben, Tiefststände des Euro und der Nahost-Krise haben sich die deutschen Aktienmärkte bis Donnerstagmittag freundlich präsentiert. Händler konnten sich die überraschend positive Tendenz nur schwer erklären. Einige verwiesen auf die aufwärts gerichteten Futures auf die US-Indizes Dow Jones und Nasdaq-Composite, die einen guten Start an den US-Märkten erwarten ließen. Andere Börsianer führten die Kursgewinne in Frankfurt auf technische Reaktionen nach den Abschlägen der vergangenen Wochen zurück. Der Euro verharrte derweil mit einem Dollar-Kurs von unter 83 Cents weiter auf Rekordtief. Die D-Mark erreichte mit einem Umtauschkurs von knapp 2,40 Dollar nach Angaben der Bundesbank ihr niedrigstes Niveau seit April 1986.

Der Deutsche Aktienindex (Dax) für 30 Standardwerte gewann bis zur Mittagszeit fast 1,5 Prozent auf knapp 6 850 Punkte. Börsianer, die ihre Kaufentscheidungen überwiegend an Kurs-Diagrammen ausrichten, rechneten damit, dass der Dax bereits in der kommenden Woche die 7 000-Punkte-Linie durchstoßen könnte.

Der Nemax-Index für die am Frankfurter Neuen Markt gelisteten Firmen kletterte um 1,6 Prozent auf 4 383 Zähler, der Nemax-50 für die 50 größten Titel des Wachstumssegments stieg um 2,3 Prozent auf 4 715 Punkte. Der Dow-Jones-Index für 30 US-Industriefirmen hatte am Mittwoch 0,64 Prozent auf 10 326 Punkte eingebüßt.

Der Technologie-Markt Nasdaq war infolge enttäuschender Quartalszahlen des Glasfaser-Unternehmens Nortel Networks sogar um fast 5,6 Prozent auf 3 229 Zähler abgestürzt. Die deutschen Märkte neigen in der Regel dazu, den Vorgaben der Wall Street zu folgen. Allerdings hatte sich auch die Tokioter Börse von den schwachen US-Kursen unbeeindruckt gezeigt und mit moderaten Kursgewinnen geschlossen.

Die beiden europäischen Indizes Stoxx-50 und Euro-Stoxx-50 tendierten uneinheitlich. Während der Stoxx-Index für die 50 größten Unternehmen der Europäischen Union und der Schweiz leicht nachgab, notierte der Euro-Stoxx für Firmen aus der Euro-Zone gut behauptet.

Überwiegend fester zeigten sich erneut die Aktien von Telekommunikations-Firmen. Deutsche Telekom gewannen fast sechs Prozent, Telecom Italia verteuerten sich um knapp zwei Prozent, Telefonica stiegen um 1,8 Prozent, und KPN legten 4,3 Prozent zu. British und France Telecom standen leicht im Plus.

Von den 30 Dax-Firmen tendierten zur Mittagszeit mehr als zwei Drittel im positiven Bereich. Überdurschnittlich zulegen konnten defensive Titel wie Karstadt-Quelle oder MAN. Offenbar enttäuscht war der Markt über die Quartalszahlen der Hypo-Vereinsbank , deren Aktien gegen den Trend um knapp 1,7 Prozent nachgaben.

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