Händler in Frankfurt sehen nur geringe Auswirkungen durch Tarif-Auseinandersetzung
US-Vorgaben beeinflussen Börse mehr als Streiks

Der deutsche Aktienmarkt wird derzeit von der Entwicklung in den USA bestimmt und nicht von den Streiks in Deutschland. Davon sind Börsenexperten in Frankfurt überzeugt. Die geplante Wiederaufnahme der Verhandlungen der Tarifpartner rund eine Woche nach Beginn der Streiks in der Metall- und Elektroindustrie hat demzufolge nur einen geringen Einfluss auf das Börsengeschehen.

Reuters FRANKFURT/M. Sollte es zu einer Lösung in der Industrie kommen, könne der Abschluss jedoch kurzfristig eine Rolle spielen, fügte ein Händler hinzu. "Dann wird gerechnet, wie viel das die Unternehmen kostet." Prinzipiell sei der Streikbeginn aber ebenfalls ohne größeren Einfluss auf die Firmen gewesen. "Besonders die Auto-Aktien haben sich trotz des Streiks zuletzt sehr ordentlich gehalten", sagte der Börsianer unter anderem mit Blick auf die Seitwärtsbewegung der DaimlerChrysler-Aktie in den vergangenen zwei Wochen.

Am Montag waren von den Arbeitsniederlegungen wie vor einer Woche vor allem mehrere Autohersteller wie DaimlerChrysler in Sindelfingen, Rastatt und Berlin sowie Audi in Neckarsulm betroffen. Beide Unternehmen wollten sich zu den wirtschaftlichen Folgen nicht äußern.

Der Arbeitgeberverband Südwestmetall und die IG Metall hatten am Montagabend nach einem Sondierungsgespräch mitgeteilt, beide Parteien hätten sich darauf verständigt, die Verhandlungen am Mittwoch wieder aufzunehmen. Bei Südwestmetall hieß es, Ziel sei dabei, zu einem verantwortbaren Ergebnis zu kommen und den Streik zu beenden. Die Gewerkschaft teilte mit, die Streiks in Baden-Württemberg würden fortgesetzt, bis ein Verhandlungsergebnis erzielt sei. Baden-Württemberg gilt als Pilotbezirk, an dessen Abschluss sich auch die anderen Bezirke orientieren werden.

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