Händler: "Noch kein Stück umgesetzt"
Enro AG verschiebt Börsengang

Der für den 9. April anvisierte Börsengang des Spezialisten für ökologische Energiewirtschaft Enro AG an das Kleinwertesegment Smax ist bis auf weiteres verschoben worden. Das teilte ein Sprecher der konsortialführenden Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG am Freitag mit.

rtr/dpa-afx FRANKFURT. Das Essener Unternehmen begründete den Schritt mit den schwierigen Marktbedingungen. Bereits am Vormittag hatte die ebenfalls an den Smax strebende Conergy AG eine Verschiebung ihres Börsenganges bekannt gegeben. Mit der Enro AG hat bereits das fünfte Unternehmen in diesem Jahr seinen Börsengang verschoben.

Die bis zu 670 000 Enro-Aktien konnten vom 3. bis 6. April in einer Spanne von 15,50 bis 17 ? gezeichnet werden. Der Ausgabepreis sollte ursprünglich am Wochenende veröffentlicht werden. Bei der Börsenmakler Schnigge AG wurden die Titel am Freitagnachmittag 15,50 zu 16,50 ? gestellt. Nach Aussage eines Schnigge-Händlers wurde "noch kein Stück" umgesetzt.

Enro ist im Projektgeschäft für ökologische Energieerzeugung tätig. Der Schwerpunkt liegt auf der Nutzung regenerativer Energien wie Geothermie, nachwachsenden Rohstoffe und Wärmepumpen. Bis 1999 arbeitete das Unternehmen profitabel - im vergangenen Jahr ging der Umsatz allerdings auf Grund von Umstrukturierungen und Einbußen durch die Liberalisierung des Strommarktes auf 14,8 (1999: 16,7) Millionen Mark zurück, das Vorsteuerergebnis rutschte mit minus 5,4 (plus 1,6) Millionen Mark in die roten Zahlen. Allerdings sollen Umsatz und Ergebnis in den kommenden Jahren deutlich steigen.

Vor den beiden Smax-Aspiranten Conergy und Enro hatten in diesem Jahr der schwäbische Logistikdienstleister Müller - Die lila Logistik AG, das Medizintechnik-Unternehmen Pulsion Medical Systems und die Softwarefirma Ubis AG wegen des schlechten Martumfeldes ihren Gang an den Neuen Markt der Frankfurter Börse bis auf weiteres verschoben.

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