Händler rechnen mit Belastung durch Nokia-Verkaufszahlen
Wall Street zur Eröffnung schwächer erwartet

Nach Händlereinschätzungen wird der Aktienmarkt in New York aufgrund der schwachen Nokia-Verkaufszahlen leichter in den Handel gehen.

rtr/dpa NEW YORK. Der Aktienmarkt in New York wird nach Einschätzung von Händlern am Dienstag auf Grund der schwachen Verkaufszahlen von Nokia mit Verlusten eröffnen. "Die Marktstimmung ist negativ", sagte Peter Cardillo, Analyst beim Brokerhaus Westfalia Investments. "Nokia ist enttäuschend, und das wird den US-Markt belasten", fügte er hinzu. Schwächer als von Analysten erwartet ausgefallene Verkaufszahlen des weltgrößten Mobiltelefonherstellers hatten die Aktien des Konzerns unter Druck gesetzt und auch andere Technologietitel an den europäischen Börsen belastet.

Nokia hatte mitgeteilt, im Jahr 2000 rund 128 Millionen Mobiltelefone verkauft zu haben, was im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 64 Prozent entspreche. Analysten hatten indes mit einem Absatz von bis zu 140 Mill. Handys gerechnet. Die Nokia-Aktien gaben daraufhin 17 Prozent auf 37,30 Euro nach und auch die Titel von Wettbewerbern wie Ericsson oder Siemens wurden davon belastet.

Der Nasdaq-100-Future wies eine halbe Stunde vor Handelsbeginn ein Minus von fünf Zählern auf 2 318 Punkte aus und signalisierte damit einen schwächeren Auftakt an der Technologiebörse Nasdaq.

Im Mittelpunkt des Börsengeschehens dürften nach Einschätzung von Händlern die Aktien des US-Online-Händlers Amazon.com Inc stehen. Der Online-Einzelhändler hat im vierten Quartal mit 960 Mill. $ gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Umsatzplus von 40 Prozent verbucht, damit aber die Erwartungen der Analysten enttäuscht. Die Experten hatte mit einem Umsatz in Höhe von 1,01 Mrd. $ gerechnet. Vor Börsenbeginn stuften einige Investmenthäuser die Aktie herunter, was den Kurs vorbörslich um 8,8 Prozent auf 13,63 $ sinken ließ.

Die New Yorker Aktienmärkte hatte am Montag leichter geschlossen. Der technologielastige Nasdaq-Index ging 0,49 Prozent oder 11,73 Zähler schwächer mit 2 395,92 Punkten den dritten Tag in Folge im Minus aus dem Handel. Der Dow-Jones-Index 30 führender Standardwerte büßte 0,38 Prozent oder 40,66 Zähler auf 10 621,35 Punkte ein, während der breiter gefasste S&P 500 0,19 Prozent auf 1 295,91 Punkte verlor.

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