Händler rechnen mit einem freundlichem Handelsverlauf
Dax macht Vortagesverluste teilweise wett

Die deutschen Standardwerte haben am Dienstagmorgen die Verluste vom Vortag teilweise wieder aufgeholt. Nachdem sich die US-Aktienbörsen am Vorabend wieder von dem Schreck über den Absturz der US-Passagiermaschine erholt hatten, eröffnete der Dax mit einem Plus von 0,64 % auf 4 851,20 Zählern.

rtr/dpa-afx/ddp-vwd FRANKFURT. Händler rechnen mit einem freundlichen Handelsverlauf. Die zunehmenden Anzeichen für einen Unfall als Ursache des Flugzeugabsturzes würden die Kurse beflügeln. Allerdings werd der Handel auch durch die zahlreichen Unternehmensdaten beeinflusst, die im Tagesverlauf veröffentlicht werden, konstatierten Marktteilnehmer.

Nach den kräftigen Vortagesverlusten flog Lufthansa den Standardwerten mit einem Plus von 2,31 % auf 13,30 Euro voran. Die Aktien des Touristik-Konzerns Preussag , die kurz nach dem Flugzeugunglück in New York noch stark unter Druck standen, gewannen am Morgen 0,61 Prozent auf 28,17 Euro. Die Versicherer konnten sich dagegen nicht alle von den Verlusten vom Vortag erholen: Allianz stiegen um 1,07 Prozent auf 273,50 Euro. Dagegen gaben Münchener Rück 0,29 auf 312,60 Euro nach.

Infineon reagierte im frühen Handel orientierungslos auf die Quartalszahlen. Nach anfänglichen Kursverlusten erhöhte sich das Papier um nahezu zwei Prozent auf 20,50 Euro. Der Halbleiter-Hersteller hatte zuvor ein Ergebnis am unteren Rand der Erwartungen vorgelegt.

Händler: Ruhiger Handelsauftakt

Alexander Kravkov, Aktienhändler des Bankhauses Metzler, sprach von einem ruhigen Handelsauftakt. Hinter dem sprunghaften Handelsbeginn bei Infineon steckten Deckungskäufe risikofreudiger Anleger.

Die US-Technologiebörse Nasdaq habe im Plus geschlossen und somit eher auf steigende Kurse bei den deutschen Technolgiewerten gedeutet, sagte Kravkov. Angesichts der vorgelegten Zahlen habe er selbst bei den Aktien des Halbleiterherstellers mit einem schwachen Auftakt gerechnet.

Die Autowerte konnten ebenfalls einen Teil der Verluste vom Vortag wettmachen. Daimler-Chrysler gewannen 2,01 Prozent auf 41,62 Euro. Volkswagen legten um 1,51 Prozent auf 47,10 Euro zu. BMW verteuerten sich um 1,36 Prozent auf 37,20 Euro. Am Vortag hatten die Autotitel Verluste verbucht, weil die inländischen Aufträge der deutschen Autoindustrie nach Angaben des Branchenverbands VDA im Oktober auf den niedrigsten Wert seit dem Rezessionsjahr 1993 zurückgefallen ist.

Nur drei Werte im Minus

BASF tendierte knapp behauptet, nachdem auch der Chemiekonzern ein Quartalsergebnis am unteren Ende der Erwartungen ausgewiesen hatte. Für das Gesamtjahr 2001 werde mit einem Umsatz und eine Betriebsergebnis vor Sondereinflüssen gerechnet, das deutlich unter dem Vorjahr liege.

Nur drei Werte - SAP, Deutsche Post und Linde - notierten im Minus. Mit jeweils weniger als einem Prozent hielten sich die Verluste aber in Grenzen.

MDax: Beiersdorf und Salzgitter im Mittelpunkt

Das im MDax notierte Papier von Beiersdorf kletterte um 2,09 Prozent auf 121,50 Euro. Der Hamburger Kosmetikkonzern und Nivea-Hersteller Beiersdorf hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres Umsatz und Gewinn gesteigert. Wie Beiersdorf am Dienstag in Hamburg mitteilte, stieg der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 311 Millionen auf 390 Millionen Euro.

Die Aktien des MDAX-Neulings Salzgitter AG stiegen um 1,41 Prozent auf 9,34 Euro. Der Stahlkonzern erwartet für das Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn, der vermutlich über der Prognose von 135 Millionen euro liegt. Zudem teilte das Unternehmen am Dienstag mit, dass es in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2001 mit einem Ergebnis vor Steuern von 124,7 Mio. EUR 65 Prozent mehr verdient hat als im Vorjahr.

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