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Händler rechnen mit Zurückhaltung

Die Börse in Frankfurt wird nach den schwachen Vorgaben aus den USA heute schwächer erwartet.

dpa-afx FRANKFURT. Die Frankfurter Börsen starten am Mittwoch mit schwachen Vorgaben aus den USA. Sowohl die US-Computerbörse NASDAQ als auch die Standardwerte im Dow Jones hatten den Handel am Vortag mit Einbußen beendet.

"Wir rechnen mit einem eher zurückhaltenden Verlauf", sagte ein Händler. Impulse dürften vom ifo-Geschäftsklimaindex ausgehen, der für 10.00 Uhr erwartet wird. "Allerdings dürften sich die Anleger heute insgesamt eher etwas zurückhalten, da am morgigen Donnerstag wegen Thanksgiving die US-Börsen geschlossen bleiben", sagte er.

Am Dienstag hatten die deutschen Standardwerte im Minus geschlossen, nachdem ein überraschend hohes Handelsbilanzdefizit in den USA die Kurse an der Wall Street unter Druck gesetzt hatte. Der deutsche Leitindex DAX sank um 1,71 Prozent auf 5.096,18 Punkte. Der Auswahl-Index des Neuen Marktes NEMAX 50 verlor 2,29 Prozent auf 1.293,52 Zähler. Der MDAX der 70 mittelgroßen Unternehmen sank um 0,14 Prozent auf 4.278,12 Zähler.

In den USA verlor der Standardwerte-Index Dow Jones um 0,75 Prozent auf 9.901,38 Punkte. Der marktbreite S&P-500-Index sank um 0,73 Prozent auf 1.142,65 Zähler. Der alle Werte umfassende NASDAQ Composite eröffnete bereits mit leichten Verlusten und baute diese bis Handelsschluss auf einen Kurs von 1.880,51 Punkten aus. Das entsprach einem Minus von 2,79 Prozent.

Von diesen schwachen Vorgaben in Nordamerika unbeeindruckt hat die asiatische Leitbörse in Tokio am Mittwoch fester geschlossen. Der Nikkei-Index für 225 führende Aktienwerte verzeichnete nach anfänglichen Abgaben zum Ende einen Gewinn von 85,46 Punkten oder 0,8 Prozent und ging mit 10.661,08 Punkten aus dem Markt.

Mit Verlusten müssen MAN-Aktionäre rechnen. Die Neunmonatszahlen des Nutzfahrzeugherstellers blieben deutlich hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Diese hatte einen Vorsteuerergebnis in einer Spanne von 155 Millionen bis 225 Millionen Euro gerechnet. MAN konnte jedoch nur einen Vorsteuerergebnis von 68 Millionen Euro ausweisen. Darüber hinaus wollen die Münchner bis Ende 2002 rund 6.000 Stellen abbauen.

In den Blickpunkt könnten auch Pharmawerte geraten. EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti wird nach einem Pressebericht eine Rekordstrafe von insgesamt 855,22 Millionen Euro gegen einige Chemie- und Pharmaunternehmen wegen illegaler Kartellabsprachen verhängen. Das berichtet die "Financial Times Deutschland" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf EU-Kreise. Monti beschuldige die Unternehmen, den Markt für Vitaminprodukte untereinander aufgeteilt und die Preise abgestimmt zu haben.

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