Händler schätzen E-Business-Plattform
Auto-Börse Mobile.de erreicht Gewinnzone

Die E-Business-Plattform für Gebrauchtfahrzeuge, die Mobile.de GmbH, steuert in die schwarzen Zahlen. Wie der Geschäftsführer des 1999 gegründeten Hamburger Unternehmens Vijay Sapre sagt, hat der Internet-Automarkt nach 1,2 Mill. DM im Vorjahrszeitraum im ersten Halbjahr 2001 mehr als 8 Mill. DM Umsatz erreicht und einen Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 0,6 Mill. DM erwirtschaftet. Für das Gesamtjahr erwartet Sapre 20 Mill. DM Umsatz sowie eine weitere Ergebnissteigerung. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 5 Mill. DM.

beu/HB HAMBURG. Die Geschäftsidee von Mobile.de ist simpel: Ähnlich wie bei der Anzeigenzeitung "Annoncen-Avis" können private Anbieter ihre Pkws kostenfrei und sogar mit Bild bei Mobile.de einstellen, private Nachfrager die Angebote kostenfrei nutzen. Kassiert wird von gewerblichen Kfz-Händlern, die für 198 DM monatlich bis zu 250 Gebrauchtwagen über die Plattform anbieten können. Hiervon machen derzeit 7900 Händler Gebrauch. So bietet Mobile aktuell eine Auswahl von 460 000 Fahrzeugen. Die Nachfrage ist groß: Für Juni 2001 meldete Mobile.de mehr als 100 Millionen Page Impressions und 13 Millionen Visits.

"Wir wollen das Kaufen und Verkaufen von Autos so einfach wie möglich machen", betont Sapre. Mobile.de setze auf Funktionalität, wolle kein inhaltsschweres Automobilportal sein. Da sich die Internetplattform nicht aktiv in den Prozess des Autoverkaufs und-kaufs einschalte, sondern die Interessenten nur zusammenbringe, sei die Hemmschwelle der Mobile-Nutzer niedriger als bei anderen Angeboten.

Die Zahlungen der Autohändler - je die Hälfte sind Gebrauchtwagen- und Neuwagenhändler - steuern laut Sapre 80 % zum Gesamtumsatz bei. Die übrigen 20 % stammen aus Bannerwerbung oder Provisionen für Versicherungsvermittlungen.

Stützend hinter Mobile steht der Private Equity Investor Granville Baird. Granville Baird hat sich seit 1999 in zwei Finanzierungsrunden mit 28 % und einem Kapitaleinsatz von 12 Mill. DM bei Mobile engagiert. Rolf Steffens, Partner bei Granville Baird, prognostiziert Mobile weitere Wachstumsraten um 30 %. In zwei bis drei Jahren hält Steffens den Börsengang von Mobile für denkbar. Dann, so seine Einschätzung, hat das Unternehmen auf dem europäischen Markt für gebrauchte Kraftfahrzeuge die Marktführerschaft gesichert und profitiert von der Einführung des Euro, der den Markt transparenter macht. Granville Baird ist die europäische Division für die Private Equity-Aktivitäten der US-Baird-Gruppe.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%