Händler sprechen von technischer Reaktion
Nemax tendiert freundlich

Die am Frankfurter Neuen Markt gelisteten Aktien haben am Donnerstag bei ruhigem Gesamtgeschäft freundlich tendiert. Händlern zufolge sorgte unter anderem der optimistische Ausblick des US-Internet-Portals Yahoo!für eine positive Stimmung.

Reuters FRANKFURT. Angesichts der jüngsten Verluste handele es sich bei der Erholung am Markt aber hauptsächlich um eine technische Reaktion. In den vergangenen acht Tagen hat der Nemax 50 rund elf Prozent nachgegeben. Die fundamentalen Grundlagen für einen nachhaltigen Kursanstieg fehlten nach wie vor. Im Mittelpunkt des Interesses hätten unter anderem T-Online und Consors gestanden, die am Morgen Kundenzahlen veröffentlicht hatten.

Der Auswahlindex Nemax 50 lag am Mittag 1,77 Prozent im Plus bei 1 156 Zählern. Der Nemax All Share gewann unterdessen 1,2 Prozent auf 1 106 Punkte.

Im weiteren Tagesverlauf werde der Nemax 50 voraussichtlich innerhalb einer Spanne von einem Prozentpunkt um den Mittagskurs pendeln, sagten Marktteilnehmer. Nur bei überraschenden Neuigkeiten aus den USA oder massiven Kursausschlägen an der Wall Street, müsse auch in Deutschland mit größeren Schwankungen gerechnet werden. Yahoo hatte am Mittwoch nach US-Börsenschluss für das vierte Quartal einen Verlust von 8,7 Millionen Dollar ausgewiesen, für 2002 aber einen Überschuss von 0,07 bis 0,10 Dollar je Aktie vorhergesagt. Analysten rechnen mit einem Gewinn von 0,09 Dollar je Aktie.

Die Aktien des Nemax-Schwergewichtes T-Online verteuerten sich um 2,14 Prozent auf 11,95 Euro. Zuvor hatte die Muttergesellschaft Deutsche Telekom bekannt gegeben, im vierten Quartal habe T-Online rund 900 000 Neukunden gezählt und damit das stärkste Kundenwachstum des vergangenen Jahres verbucht. Ein Händler sagte, er hätte auf Grund der beantragten Erhöhung der Preise für Breitband-Internetzugänge via DSL eigentlich schon für Mittwoch mit anziehenden Kursen gerechnet. Diese Gebührenanhebung bringe T-Online Mehreinnahmen von bis zu 50 Millionen Euro monatlich ohne zusätzlich Kosten. Um einer drastischen Preiserhöhung durch die Regulierungsbehörde zuvorzukommen, hatte die Telekom am Dienstag eine Anhebung der Endkunden-Preise für die digitalen DSL-Anschlüsse um rund 30 Prozent angeboten. Die Bereitstellungsgebühren sollten knapp verdoppelt werden.

Die Titel von Consors verteuerten sich um 2,52 Prozent auf 10,57 Euro, nachdem der Direktbroker bekannt gegeben hatte, im vierten Quartal die Zahl der Kunden um netto 10 000 auf 566 000 gesteigert zu haben. Analysten von SES Research sagten, der Zuwachs habe über ihren Erwartungen gelegen. Das im Vergleich zum Vorquartal rückläufige Kundenwachstum Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz offenbare aber die Schwäche in der Consors-Auslandsstrategie.

Trotz einer Herabstufung auf "Akkumulieren" von "Kaufen" durch die Analysten der DZ Bank legten die Papiere von Lion Bioscience um 2,4 Prozent auf 17,46 Euro zu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%