Händler-Umfrage
US-Zinserhöhung in diesem Jahr nicht erwartet

Die US-Notenbank Fed wird nach Meinung einer wachsenden Zahl von Primärhändlern für Staatsanleihen in diesem Jahr die Zinsen nicht erhöhen, da die jüngsten Kursrückgänge an den Aktienmärkten die Konjunktursorgen verstärkt haben.

Reuters NEW YORK. Bei der jüngsten Reuters-Umfrage prognostizierten elf der 21 befragten Händler, dass die Fed den Schlüsselzins in diesem Jahr auf dem derzeitigen 40-Jahrestief von 1,75 Prozent behalten wird. Vor zwei Wochen hatten nur acht der befragten Händler unveränderte Zinsen bis zum Ende des Jahres vorausgesagt. Acht Händler erwarten, dass die Notenbank die Zinsen im November erhöhen wird.

Die starken Kursrückgänge an den Aktienmärkten hätten die Zurückhaltung der Verbraucher verstärkt und zu Verschiebung von Investitionen geführt, sagten Finanzexperten. Auch die Zahl der Beschäftigten sei im bisherigen Verlauf des Jahres nur geringfügig gestiegen. Diese Entwicklungen seien kritisch für die Konjunkturerholung in den USA.

Das Vertrauen der US-Verbraucher in die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes hat sich im Juli nach vorläufigen Erhebungen der Universität Michigan eingetrübt. Der entsprechende Index fiel kräftig auf 86,5 Punkte von 92,4 Punkten im Juni und erreichte damit den tiefsten Stand seit November 2001, wie am Freitag aus New Yorker Finanzkreisen verlautete.

Die US-Regierung erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,6 Prozent. In den Jahren 2003 und 2004 werde mit einem Wirtschaftswachstum von je 3,6 Prozent gerechnet, teilte das Präsidialamt am Freitag mit.

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