Archiv
Hängen Sie noch an der Strippe?

Telefonieren im Festnetz, vor allem aber Internet-Surfen über eine Kabelverbindung sind mega-out

Hängen Sie noch an der Strippe? Dann gehören Sie zu einer aussterbenden Spezies. Telefonieren im Festnetz, vor allem aber Internet-Surfen über eine Kabelverbindung sind mega-out. Bald zumindest - und das sind keine wirklich guten Nachrichten für die traditionellen Telefonkonzerne.

Nun mal nicht so schnell, werden die antworten - und in der Tat hängt die Mehrzahl der Kunden natürlich immer noch an der Strippe. Aber die Wachstumsraten der kabelfreien Netzwerke - genannt Wireless LAN - ist beeindruckend. Insgesamt 15 000 dieser drahtlosen Zugangspunkte gibt es heute schon - und jede Woche kommen Hunderte hinzu. Nicht nur an öffentlichen Plätzen und Hotels, sondern auch in privaten Haushalten, wo Computer kabelfrei, schnell und jederzeit mit dem Internet verbunden sind.

Das sind gute Nachrichten für die Kunden und weniger gute für die Telefonkonzerne. Denn wir benutzen das Internet in Zukunft nicht nur als Datenbank der Information und des Wissens, wir werden mit seiner Hilfe, abgesehen von den Grundgebühren, auch kostenlos telefonieren. Unternehmen dürften die Ersten sein, die mit dieser inzwischen ausgereiften Technik massiv Geld sparen. In Japan, das in diesem Feld führt, gibt es bis Ende des Jahres 5,3 Millionen Internet-Telefonanschlüsse. Für Japans Telekomriesen NTT sind damit künftig 80 Prozent der Umsätze in Frage gestellt, die nämlich aus dem Festnetzbetrieb kommen. Bei der Konkurrenz anderswo sieht?s ähnlich aus.

Das bedeutet: Abschreibungen auf die in den Bilanzen stehenden Festnetz-Vermögenswerte. Und: Die von den Märkten gewollte und erfolgreiche Reduzierung der Schulden dürfte ins Stocken kommen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%