Häuser zerstört
Waldbrand in Colorado zum Teil unter Kontrolle

Der seit einer Woche tobende Waldbrand im US-Bundesstaat Colorado bei Denver war am Sonntag zu einem Drittel unter Kontrolle.

dpa DENVER. Bei Durango wurde dagegen ein Feuer, das bereits 8 100 Hektar einegeäschert hat, wieder stärker. Rund 200 Häuser mussten geräumt werden.

Schauer, niedrigere Temperaturen und schwächere Winde halfen den rund 1 800 Feuerwehrleuten bei Denver am Wochenende zunächst bei der Arbeit. Dann wurde der Wind aber wieder stärker, so dass Löschflugzeuge nicht startet konnten. Mit Flugzeugen, Maschinen der US-Luftwaffe und Helikoptern wird Brand hemmender Schaum versprüht.

Die Flammen gelten weiterhin als unberechenbar. Über 41 000 Hektar Land - etwa die Fläche von Bremen - und 22 Häuser wurden bislang zerstört. Mehr als 100 Anwohner durften in Begleitung von Helfern für einige Stunden in ihre Häuser. Über 5 000 Menschen warten weiter in Notquartieren. Nach einem Wechsel der Windrichtung ist die Hauptstadt Denver vorerst nicht mehr von den Flammen bedroht.

Die Katastrophenschutzbehörde (FEMA) hat 20 Mill. $ (21 Mill. Euro) für die Brandbekämpfung zur Verfügung gestellt. Die Feuerwehr schließt nicht aus, dass die Flammen erst im September völlig unter Kontrolle gebracht werden können. Colorados Gouverneur Bill Owens hat im gesamten Staat das Feuermachen im Freien verboten.

Der Waldbrand begann vor über einer Woche mit einem kleinen Lagerfeuer. Für die Ergreifung der Leute, die das Feuer entzündeten, ist eine Belohnung von 5 000 $ ausgesetzt. Weil Busch- und Baumwerk völlig ausgetrocknet waren, breiteten sich die Flammen südwestlich von Denver explosionsartig aus.

Bei anhaltenden Trockenheits-Prognosen für die westlichen Bundesstaaten Kalifornien, Colorado und Neu Mexico machen sich die Feuerwehrleute auf eine lange, gefährliche Brandsaison gefasst.

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