Hafner erzielte Rekordergebnis: DiBa-Chef Hafner legt Vorstandsvorsitz nieder

Hafner erzielte Rekordergebnis
DiBa-Chef Hafner legt Vorstandsvorsitz nieder

Der Vorstandsvorsitzende der zum niederländischen ING-Konzern gehörenden Direktbank DiBa, Bernhard Hafner, legt Ende Juli sein Amt nieder. Nachfolger werde sein bisheriger Stellvertreter Ben Tellings, gab die DiBa am Mittwoch bekannt.

Reuters FRANKFURT. Hafner erreiche die bei der ING geltende Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Manager von 60 Jahren im Juli, begründete die Bank. Experten werteten die Ablösung jedoch als weiteren Schritt, die Führungsspitzen von Töchtern mit ING-Managern zu besetzen.

Das letzte volle Geschäftsjahr unter Hafners Führung schloss die DiBa mit einem Rekordergebnis ab. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg auf 21,4 Mill. Euro nach 8,4 Mill. Euro im Vorjahr. Nach Steuern erzielte die DiBa einen Überschuss von 20,9 (Vorjahr: 6,6) Mill. Euro. Dazu habe vor allem der auf 190 (Vorjahr: 122) Mill. Euro angestiegene Zinsüberschuss beigetragen, sagte Hafner. Der Provisionsüberschuss stieg leicht auf 20 (19,5) Mill. Euro an. Deutlich auf 182,6 (76,6)  Mill. Euro gestiegen ist durch die anhaltende Expansion der Bank aber auch der Verwaltungsaufwand.

Die Zahl der Konten gab die DiBa zum Jahresende 2002 mit rund 1,9 Mill. Euro an nach knapp 900 000 im Jahr zuvor. Die Kundeneinlagen stiegen zum Stichtag 31. Dezember auf 19,2 Mrd. Euro von 6,4 Mrd. Euro. Die DiBa ist vor allem mit einfachen Produkten und einer hohen Verzinsung der Einlagen am Markt erfolgreich.

Hafner: Akzeptiere ungeschriebenes Gesetz

Zu seinem Ausscheiden Ende Juli sagte Hafner: "Damit akzeptiere ich ein ungeschriebenes Gesetz der ING, wonach deren Führungskräfte mit 60 Jahren das Unternehmen verlassen." Von Experten in Frankfurt hieß es am Mittwoch indes, mit der Ablösung Hafners durch Telling setze ING konsequent den Kurs fort, die Führungsspitzen von Tochterunternehmen mit Managern aus den Reihen des Mutterkonzerns zu besetzen. Bereits im August vergangenen Jahres hatte der damalige Vorstandschef der ING-Tochter BHF-Bank, Peter Gloystein, überraschend seinen Sessel zugunsten des ING-Managers Sytse Andringa geräumt. Der künftige DiBa-Chef Tellings ist seit einem Jahr stellvertretender Vorstandschef der Direktbank und führte die Verhandlungen zur Übernahme der Direktbank Entrium. ING hatte Entrium im Februar für 300 Mill. Euro übernommen und will ihre beiden Direktbank-Töchter nun verschmelzen.

Zum Stand der Integration sagte Tellings, der Prozess verlaufe planmäßig. Bis zum 1. Juli sollen die restlichen Entrium-Aktionäre über ein Squeeze-Out-Verfahren abgefunden werden. Die Integration von Entrium solle Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein. Noch nicht entschieden sei derzeit unter anderem, was mit den neun City-Centern von Entrium geschehen solle, die an sich nicht in das Konzept der filiallosen DiBa passen.

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