Hageldecke von sechs Zentimetern
Gewitter richten schwere Schäden in Bayern an

Heftige Gewitterstürme haben in weiten Teilen Bayerns schwere Schäden angerichtet. Am schlimmsten betroffen war nach Mitteilung der Polizei in Nürnberg der Landkreis Ansbach. Hier gingen am Sonntagabend Hagelkörner in der Größe von Taubeneiern nieder.

WiWo/ap NÜRNBERG. Es bildete sich eine geschlossene Hageldecke von sechs Zentimetern. Nach Blitzeinschlägen brannten überdies in Oberfranken, der Oberpfalz und Niederbayern drei Bauernhöfe nieder, Hunderte von Tieren kamen um.

In Nürnberg schlug am frühen Montagmorgen der Blitz in ein Mehrfamilienhaus ein. Die Hausbewohner konnten flüchten, der Sachschaden geht in die Hunderttausende. Schaden in gleicher Größenordnung entstand durch voll laufende Keller in Wildburgstetten und Dinkelsbühl bei Ansbach (Mittelfranken). Von umstürzenden Bäumen wurde hier überdies ein Wohnhaus beschädigt.

Vier Personen erlitten beim Brand eines Kuh- und Pferdestalls in Pegnitz (Oberfranken) Rauchvergiftungen. Die Gebäude brannten nach Blitzeinschlag komplett nieder, nur ein Teil der Tiere konnte gerettet werden. Einige Tiere waren in Richtung der Bahnlinie Bayreuth-Nürnberg ausgebrochen, konnten aber wieder eingefangen werden. Der Sachschaden beträgt hier 500 000 Euro. In gleicher Höhe liegt der Schaden nach Blitzschlägen in landwirtschaftlichen Anwesen im Landkreis Rottal-Inn (Niederbayern), wo ein Teil der 500 Ferkel und Mastbullen notgeschlachtet werden mussten, und in Roding im Landkreis Cham (Oberpfalz), wo allerdings alle 60 Kühe und Kälber gerettet werden konnten.

Auch in Baden-Württemberg hielten die Gewitterschauer die Rettungskräfte in Atem. Im Bereich von Tübingen liefen mehrere Keller voll. Im schwäbischen Welzheim schlug am Sonntagabend ein Blitz in eine Scheune. Den Schaden gab die Polizei mit 150 000 Euro an. In Plüderhausen schlug ein Blitz in einen Dachstuhl ein. Es kam zu einem Schwelbrand mit 5 000 Euro Schaden.

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