Haider kritisiert Wirtschaft
Kärnten will vorerst keine Zahlungen für NS-Zwangsarbeiter leisten

Das von Jörg Haider regierte österreichische Bundesland Kärnten will vorerst kein Geld in den Fonds für ehemalige NS-Zwangsarbeiter einzahlen.

ap WIEN. Das von Jörg Haider regierte österreichische Bundesland Kärnten will vorerst kein Geld in den Fonds für ehemalige NS-Zwangsarbeiter einzahlen. Zuerst müssten die vorrangig betroffenen Unternehmen ihre Vorstellungen über die Größenordnung der Entschädigungszahlungen vorlegen, sagte Landeshauptmann Haider von der rechtsgerichteten FPÖ am Dienstag der Wiener Nachrichtenagentur APA.

Haider warf der Wirtschaft vor, sich bisher noch nicht verbindlich geäußert zu haben. "Bevor das nicht auf dem Tisch liegt, sehe ich nicht ein, dass irgend etwas gezahlt wird", sagte der frühere FPÖ-Chef. Kärnten stellt sich damit in Gegensatz zu anderen Bundesländern. Der Mitte Mai auf einer internationalen Konferenz in Wien vereinbarte Fonds mit einem geplanten Volumen von etwa sechs Mrd. Schilling (852 Mill. DM) sieht eine Einmalzahlung an die 150 000 Überlebenden der Zwangsarbeit in Österreich vor. In den Fonds sollen ähnlich wie in Deutschland der Staat und Unternehmen einzahlen, die von der Zwangsarbeit profitiert haben.

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