Haifa leistet Schützenhilfe
Bayers großer Kampf wurde nicht belohnt

Vorjahres-Finalist Bayer Leverkusen sieht nach einer 1:2 (0:2)-Heimniederlage gegen Manchester United seine Felle in der Champions League davonschwimmen. Trotz couragierter Leistung gegen den 14-maligen englischen Meister rangiert der krisengeschüttelte Bundesligist nach dem zweiten Spieltag ohne Punkt am Tabellenende der Gruppe F.

HB LEVERKUSEN. Dank des 3:0-Überraschungssieges von Maccabi Haifa gegen Olympiakos Piräus ist die Zwischenrunde für den deutschen Vizemeister aber noch nicht in unerreichbare Ferne gerückt.

Der zweifache Torschütze Ruud van Nistelrooy hatte Manchester in der mit 22 500 Zuschauern ausverkauften Bay-Arena am Dienstagabend mit 2:0 in Führung gebracht (31., 44.). Dimitar Berbatow konnte mit seinem zehnten Europacup-Tor nur noch auf 1:2 verkürzen (52.)

Bayer-Trainer Klaus Toppmöller kann nach dieser Mut machenden Leistung etwas optimistischer dem Bundesliga-Topspiel am Samstag gegen Bayern München entgegen sehen, obwohl die Personallage weiter angespannt bleibt. Stürmer Oliver Neuville musste wegen Problemen im Oberschenkel nach 22 Minuten ausgewechselt werden. Zudem gab Lucio erst kurz vor dem Anpfiff Grünes Licht. Der brasilianische Abwehrrecke spielte mit einer Innenbanddehnung im Knie.

Im Mittelfeld verzichtete der Coach zu Beginn auf Jan Simak. Stattdessen sollte der 19-jährige Marko Babic gemeinsam mit Pascal Ojigwe die Kreise von Superstar David Beckham einengen. Das war nicht schwer. Der ManU-Kapitän enttäuschte wie ein Großteil des Star-Ensembles von Trainer Alex Ferguson, das sich zum Sieg zitterte.

Die Hausherren wollten mit viel Engagement das 2:6-Debakel von Piräus vergessen machen und bestimmten über weite Strecken das Spiel. Doch obwohl 6:0 Ecken zur Pause ein deutliches Zeugnis über den Spielverlauf abgaben, nahm Manchester eine 2:0-Führung mit in die Kabine. Torjäger van Nistelrooy bestrafte zwei eklatante Fehler in der verunsicherten Bayer-Hintermannschaft. Bei einer Flanke von Juan Veron verschätzte sich Hanno Balitsch, van Nistelrooy nahm den Ball mit der Brust an und schoss ihm Frank Juric aus Nahdistanz durch die Beine (31.). Dass Leverkusen erstmals in dieser Saison mit 0:1 in Rückstand geriet, war kein gutes Omen für die Werkself. Denn es kam noch dicker. Beim zweiten Tor kurz vor der Pause musste van Nistelrooy nach Zuspiel von Nicky Butt nur noch den Fuß hinhalten.

"Die Führung ist nicht unverdient, aber ein Tor zu hoch", urteilte Bayer-Manager Reiner Calmund in der Pause. Der verletzte Kapitän Jens Nowotny machte seinen Kollegen mit seiner Halbzeitanalyse Mut: "Wenn man konsequenter ist, kommt man auch zu den Torchancen, die man braucht, um Manchester zu bezwingen. Mit ein bisschen Glück gelingt vielleicht noch das eine oder andere Tor."

Darauf ließ Leverkusen nicht lange warten. Sieben Minuten nach Wiederbeginn verkürzte Berbatow nach Anspiel von Yildiray Bastürk zum 1:2 (52.). Beinahe wäre dem Bulgaren noch der Ausgleich gelungen. Doch sein Pfostenkopfball in der 86. Minute steht für die Pechsträhne, die die Leverkusener nun schon seit Saisonbeginn begleitet.

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