Halbfinal-Krimis in der Verlängerung
Basketball: Bonn und Berlin gleichen aus

Die Halbfinale der deutschen Basketball-Meisterschaft sind noch nicht beendet. Nach jweils 0:2 Rückstand in der Playoff-Serie "best of five" glich Titelverteidiger ALBA Berlin durch einen 90:84-Sieg bei GHP Bamberg die Serie ebenso zum 2:2 aus wie die Telekom Baskets Bonn mit einem 68:67-Erfolg folg bei den Opel Skyliners Frankfurt.

HB FRANKFURT/M. Der Sieg der Bonner kam in letzter Sekunde zustande. In den entscheidenden fünften Spielen können Berlin und Bonn am Dienstag den Einzug in die am Sonntag startende Finalserie vor eigenem Publikum perfekt machen.

Dank des überragenden John Best, der seine sämtlichen 23 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielt, drehte der mit dem Rücken zur Wand stehende siebenmalige Meister aus Berlin ein fast schon verloren geglaubtes Spiel mit all seiner Routine. Vor 4800 Zuschauern im ausverkauften Bamberger Forum legten die hoch motivierten Franken, die das Vorjahrs-Finale gegen die "Albatrosse" glatt mit 0:3 verloren hatten, einen Blitzstart hin und führten schnell 15:5 (7.). In der ungemein intensiv geführten Partie kamen die Berliner gegen die kompakte Bamberger Verteidigung nur schwer in Schwung. Sie verkürzten zwar auf 25:21 (12.), doch gerieten dann wieder in deutlichen Rückstand (27:40/18.), den sie bis zur Pause (41:45) vor allem dank Collins (18) wieder erträglich gestalteten.

Nachdem Wechsel profitierten die Gäste davon, dass beide Bamberger Spielmacher, Hamann und Taylor, Mitte des dritten Viertels bereits ihr jeweils 4. Foul kassierten und auf die Bank mussten. Die cleveren Berliner nutzten diese Manko eiskalt aus und gingen prompt zum 50:48 (26.) erstmals in Führung. Doch das Team von Trainer Dirk Bauermann kam zurück ins Spiel und lag vor Beginn des Schlussviertels wieder mit 63:60 vorn.

Emotional und spannungsgeladen<(b>

Dann schlug die Stunde von Matchwinner Best: Der in der ersten Halbzeit erfolglose US-Amerikaner zog eine Solo-Show ab und erzielte 10 Punkte in Serie zum 66:70 (33.). Als bei Bamberg Helmanis (34.), Ensminger (37.) und Hamann (38.) jeweils ihr 5. Foul kassierten, gerieten die Gastgeber endgültig auf die Verliererstraße. Beste Werfer bei Bamberg waren Stafford (24), Sasser (19) und Taylor (16). Für ALBA trafen außer Best und Collins noch Stanojevic (15), Petrovic (12) und Pesic (11) zweistellig.

Ebenso emotional und spannungsgeladen verlief auch die Begegnung vor 4860 Zuschauern in der Frankfurter Ballsporthalle, in der die Gastgeber nach einer 20:9-Führung (9.) wie im dritten Halbfinalspiel das erste Viertel (21:14) dominierten. Doch wie am Freitag kam ein Bruch ins Frankfurter Spiel, und Bonn ging beim 24:23 (15.) erstmals in Führung. Doch beim Seitenwechsel lagen die Gäste mit 28:33 im Hintertreffen, aber beim 43:43 (27.) wieder gleichauf.

In dem Schlagabtausch, bei dem es zusehends ruppiger zuging, konnte sich keine Mannschaft klar absetzen. Die glückliche Entscheidung für Bonn führte Nnamaka 0,8 Sekunden vor der Schlusssirene herbei. Roller (21), Ellis (16) und Kasun punkteten für Frankfurt zweistellig, bei Bonn gelang dies Nadjfeji (17), Nnamaka (16), Kaukenas (15) und Capin (10).

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