Halbjahreszahlen
Rheinmetall steigert Umsatz und Gewinn

Der Elektronik- und Wehrtechnikkonzern Rheinmetall erwartet nach einem Umsatz- und Gewinnzuwachs in der ersten Jahreshälfte auch für das Gesamtjahr 2002 eine Ergebnissteigerung.

rtr DÜSSELDORF. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) habe in den ersten sechs Monaten um 11 % auf 51 Mill. Euro zugelegt, teilte das Düsseldorfer Unternehmen am Montag mit. Der Umsatz des Mischkonzerns nahm zum Vorjahreszeitraum zugleich um 7 % auf 2,1 Mrd. Euro zu. Ungeachtet der schwierigen Konjunkturlage stellte Rheinmetall für das Gesamtjahr ein über dem Vorjahr liegendes Ergebnis in Aussicht.

Von den drei Konzernbereichen Automotive, Defence und Eletronics konnte im ersten Halbjahr allerdings nur letzterer eine Gewinnsteigerung verzeichnen. Bei den Beteiligungen habe sich vor allem die verbesserte Ergebnislage des Maschinenbauers Jagenberg positiv niedergeschlagen. Die im MDax notierte Aktie von Rheinmetall verlor mit 1,5 % auf 19,70 Euro deutlicher als der Gesamtindex.

Gute Auftragslage vor allem in der Wehrtechnik

Wie Rheinmetall weiter berichtete, nahm der Bestelleingang im Konzern in der ersten Jahreshälfte um 2 % zu. Der Auftragsbestand habe 9 % höher gelegen als vor Jahresfrist, hieß es. Wesentlichen Anteil daran habe das Rüstungsgeschäft gehabt auf Grund bedeutender Auslandsaufträge aus Nato-Mitgliedsstaaten. Die Wehrtechnik-Gesellschaft Rheinmetall Detec habe sich damit dem Ziel genähert, das Auslandsgeschäft auf 60 % von derzeit rund 45 % auszubauen. Der Verlust vor Zinsen und Steuern vergrößerte sich in dieser Sparte allerdings um 14 Mill. auf 17 Mill. Euro. Dies sei vor allem eine Folge von Restrukturierungen gewesen. Rheinmetall verwies in seinem Zwischenbericht allerdings darauf, dass vor allem in der Wehrtechnik abrechnungsbedingt Gewinne erst im zweiten Halbjahr realisiert werden können.

Der Geschäftsbereich Automotive der Tochter Kolbenschmidt Pierburg verringerte unterdessen seinen Betriebsgewinn (Ebit) um acht Mill. Euro auf 42 Mill. Euro. Rheinmetall verweist auf die abgeschwächte Automobilkonjunktur in Amerika sowie großen Teilen Westeuropas zur Begründung. Der Umsatz habe jedoch auf 966 (945) Mill. Euro zugelegt.

Leicht steigern konnte Rheinmetall das Ergebnis der Tochter Aditron, in der die Elektronikaktivitäten des Konzerns gebündelt sind. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern wurde um eine Mill. auf 21 Mill. Euro erhöht.

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