Halbjahreszahlen stimmen optimistisch
Rosenthal: Billige Produktion in Deutschland

Nach dem Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr wächst beim Porzellanhersteller der Optimus. Dafür sorgt auch die modernisierte Produktion.

HB/dpa SELB. Die 1997 eingeleiteten Restrukturierungs- und Modernisierungsprogramms sind abgeschlossen und der Geschäftsbereich Hutschenreuther ist integriert. Jetzt sieht Vorstandschef Ottmar C. Küsel den Porzellanhersteller Rosenthal AG gut aufgestellt. Alle Fertigungslinien seien auf dem neuesten Stand und trotz der vergleichweise hohen Lohnkosten in Deutschland international wettbewerbsfähig. "Sie können auf der ganzen Welt keinen Teller billiger fertigen als in unseren Werken in Deutschland", sagte Küsel.

Rosenthal sieht nach einem Umsatzeinbruch im ersten Halbjahr Tendenzen zur Erholung. "Das zweite Quartal verlief wesentlich besser als das erste", sagte der Vorstandschef am Donnerstag auf der Hauptversammlung in Selb. Der Umsatz im Juli habe schon wieder Vorjahresniveau erreicht. Küsel erwartet, dass sich der Umsatz im zweiten Halbjahr weiter erholt.

Im ersten Halbjahr sank der Umsatz im Konzern um knapp 12 Prozent auf 90,9 Mill. Euro. Der Fehlbetrag vor Steuern lag mit 2,8 Mill. Euro um 500 000 Euro über dem Vorjahreswert. "Im Vergleich zum äußerst schlechten zweiten Halbjahr 2001, sehen wir durchaus eine Umsatzerholung für das zweite Halbjahr 2002 und trotz zu erwartender Umsatzeinbußen eine weitere Ergebnisverbesserung für das laufende Gesamtjahr", sagte Küsel. Im vergangenen Jahr war der Umsatz um 6,5 Prozent auf 211,5 Mill. Euro gestiegen. Der Überschuss sank von 4,3 auf 2,3 Mill. Euro.

In Anlehnung an den Hauptaktionär Waterford Wedgwood verlegte die Hauptversammlung den Beginn des Geschäftsjahres vom 1. Januar auf den 1. April. Damit sollen die saisonal stark schwankenden Umsätze und Ergebnisse gleichmäßiger auf die beiden Jahreshälften verteilt werden.

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