Halbjahreszahlen vorgelegt
Bilfinger + Berger AG trotzt dem Branchentrend

Der Baukonzern Bilfinger Berger AG entwickelt sich gegen den Branchentrend. Die Unternehmensgruppe hält an ihrer Zielstellung fest, ungeachtet der Krise am Bau das operative Ergebnis und den Jahresüberschuss im Gesamtjahr zu steigern.

dpp.vwd MANNHEIM. Er rechne im Gesamtjahr mit einer erheblichen Verbesserung des operativen Ergebnisses und mit einer erneuten Steigerung des Jahresüberschusses auf eine Größenordnung von 50 Millionen Euro (98 Millionen Mark), sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Bodner am Montag anlässlich der Präsentation der Halbjahres-Zahlen. Die Leistung, so die Planung, soll auf 4,6 Milliarden Euro steigen. Im Vorjahr lag sie im Konzern bei 4,4 Milliarden Euro. Die Auslandsquote beläuft sich auf 60 Prozent.

Das erste Halbjahr habe den Startpunkt zur strategischen Neuausrichtung von Bilfinger + Berger zur "Multi Service Gruppe für Immobilien und Infrastruktur" markiert, heißt es in dem Zwischenbericht. Durch den systematischen Ausbau von Dienstleistungen, die dem Kerngeschäft vor- und nachgelagert sind, sollen die Wertschöpfungskette verlängert und die Kunden noch umfassender bedient werden.

Der Auftragseingang lag im ersten Halbjahr zwölf Prozent höher als im Vorjahreszeitraum und deutlich über der Leistung, die um neun Prozent zugelegt hat. Der Auftragsbestand verzeichnete im Gesamtkonzern eine Steigerung von sechs Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) belief sich auf drei Millionen Euro. Dabei glich das starke zweite Quartal das branchentypisch negative Ergebnis des ersten Quartals mehr als aus.

Die Leistung des Geschäftsfeldes Bauen Inland stieg in den ersten sechs Monaten um drei Prozent auf 805 Millionen Euro. Die starke Verbesserung des Auftragseingangs um 42 Prozent auf 959 Millionen Euro sei insbesondere auf den niedrigen Basiswert des Vorjahres und auf eine Umgliederung im Berichtswesen zurückzuführen gewesen. Das Ebita lag zur Halbzeit bei minus acht Millionen Euro. Für das gesamte Jahr erwartet Bilfinger Berger im Geschäftsfeld Bauen Inland eine Leistung von 1,7 Milliarden Euro und ein leicht positives operatives Ergebnis.

Im Geschäftsbereich Bauen Ausland wurde die Leistung in den ersten sechs Monaten um sieben Prozent auf 1,23 Milliarden Euro gesteigert. Der Auftragseingang blieb mit 1,53 (1,56) Milliarden Euro nur leicht unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Die wichtigsten europäischen Märkte von Bilfinger + Berger, Frankreich, Großbritannien und Polen, hätten sich positiv entwickelt, hieß es. Auch in Nigeria seien deutliche Zuwächse zu verzeichnen. Der gestiegene Ölpreis habe sich positiv auf das Geschäft ausgewirkt. In Taiwan sind die Arbeiten an der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Taipeh und Kaohsiung in vollem Gange. In Thailand ist der Vortrieb für die erste U-Bahnlinie Bangkoks mittlerweile abgeschlossen worden.

Im Bereich Entwickeln und Betreiben stieg die Leistung im ersten Halbjahr um 93 Prozent auf 139 Millionen Euro, das Ebita lag bei einer Million Euro. Im Gesamtjahr wird mit einer Zunahme der Leistung auf 300 Millionen Euro und mit einem positiven Ergebnis gerechnet.

In der Sparte Umwelttechnik verbesserte sich die Leistung in den ersten sechs Monaten um 14 Prozent auf 97 Millionen Euro. Das Ebita lag bei minus vier Millionen Euro. Im Gesamtjahr plant das Unternehmen in dieser Sparte eine Leistung von 200 Millionen Euro und ein leicht positives Ergebnis.

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