Halbjahreszahlen
WGZ-Bank: Betriebsergebnis über Plan

Die WGZ-Bank (Westdeutsche Genossenschafts-Zentralbank eG), Düsseldorf, hat ihr Betriebsergebnis vor Risikovorsorge im ersten Halbjahr um 23,7 % auf 180 Mill. DM gesteigert und dabei die eigenen Planungen deutlich übertroffen.

vwd DÜSSELDORF. Für das Gesamtjahr 2001 erwarte er ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Ergebnis, auch wenn die Ergebnisdynamik im zweiten Halbjahr nachlassen werde, sagte Vorstandsvorsitzender Werner Böhnke am Dienstag bei der Vorlage des Zwischenberichts.

Öffentliche Hand ist dynamisches Kreditgeschäft

Das Spitzeninstitut der rheinisch-westfälischen Kreditgenossenschaften habe seine Wachstumsimpulse vor allem aus dem expandierenden Kommunal- und Kapitalmarktgeschäft bezogen. Der Anstieg der Bilanzsumme und des Geschäftsvolumens um je 4,2 % auf 105,6 Mrd. bzw 107,6 Mrd. DM sei vor allem auf den erfreulichen Geschäftsverlauf der Hypothekenbanktochter WL-Bank (Westfälische Landschaft Bodenkreditbank AG), Münster, zurückzuführen, erläuterte Böhnke. Mit der öffentlichen Hand habe die WL-Bank ein sehr dynamisches Kreditgeschäft verzeichnet.

Das Geschäft der WGZ-Bank-Gruppe mit ihren genossenschaftlichen Partnerbanken habe sich lebhaft entwickelt, sagte Böhnke weiter. Nach seinen Angaben wurden die Ausleihungen um 5,1 % auf 23,0 Mrd. DM gesteigert.

Kundeneinlagen übertreffen Kundenforderungen

Die Liquiditätssituation der Mitgliedsbanken war gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres etwas entspannt, da die Kundeneinlagen wieder stärker zunahmen als die Kundenforderungen. Der Rückgang der Verbindlichkeiten der Kreditgenossenschaften um 5,5 % auf 16,6 Mrd. DM war entsprechend auf saisonale Schwankungen zurückzuführen und fiel deutlich geringer aus als im Vorjahr.

Der deutliche Anstieg der Forderungen an Kunden um 8 % auf 38,6 Mrd. DM reflektiere vor allem die Entwicklung des Kommunalkreditgeschäfts der WL-Bank, sagte Böhnke weiter. Der Bestand an Kundenausleihungen beim WGZ-Bank-Mutterhaus sei dagegen um 2,9 % auf 16,0 Mrd. DM zurückgegangen.

Rückgang im provisionsabhängigen Geschäft

Der Zinsüberschuss der WGZ-Bank habe sich um 16,4 % auf 275 Mill. DM erhöht. Darin spiegele sich sowohl das erhöhte Geschäftsvolumen als auch die seit Jahresbeginn wieder steilerer Zinskurve wieder, so Böhnke. Gleichzeitig sei allerdings der Überschuss aus dem provisionsabhängigen Geschäft um 24,2 % auf 57 Mill. DM geschrumpft.

Vor allem bei Aktien habe das Institut deutliche Umsatzrückgänge verzeichnet, da sich sowohl die privaten als auch die institutionellen Anleger stark zurückgehalten hätten.

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