Halbleiter-Industrie in der Krise
Infineon baut bis zu 900 weitere Stellen ab

Im Rahmen eines neuen Kostensenkungsprogramms will der Münchener Chip-Hersteller Infineon weitere 500 Mill. ? einsparen und bis zu 900 Stellen streichen. "Insgesamt werden wir im Laufe der nächsten Monate bis zu 900 Stellen streichen", sagte Infineon-Chef Ulrich Schumacher am Dienstag im Fernsehsender CNBC.

Reuters MÜNCHEN. Derzeit beschäftige der Konzern weltweit über 31 000 Mitarbeiter. 500 der wegfallenden Arbeitsplätze verteilten sich auf verschiedene Zentralfunktionen, weitere 150 befänden sich im Bereich Sichere Mobile Lösungen in Schweden. Durch Auslagerungen würden weltweit nochmals etwa 250 Stellen wegfallen. Die Prüfung einer möglichen Verlagerung des Konzernsitzes aus steuerlichen Gründen ins Ausland ist Schumacher zufolge noch nicht abgeschlossen. Im Gespräch seien weiter Standorte in Asien, Amerika und Europa, darunter auch die Schweiz.

Im Rahmen des bereits länger angekündigten Sparprogramms "Impact2", das bislang jedoch noch nicht konkretisiert wurde, sieht Schumacher weiteres Einsparpotenzial von 500 Mill. ?. "Davon sind 50 Mill. (Euro) bereits in diesem Geschäftsjahr Ebit-wirksam", sagte der Vorstandschef.

Infineon kämpft seit über zwei Jahren mit der schwersten Krise in der rund 50-jährigen Geschichte der Halbleiter-Industrie. Erste vergangene Woche hatte der Konzern den achten Quartalsverlust in Folge ausgewiesen.

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