Halbleiterbranche setzt aufs Internet
Intel setzt auf gleiche Netzwerk-Strategie wie Napster-Tauschbörse

Der Halbleiterproduzent Intel will künftig auf die Netzwerk-Strategie setzen, die auch schon der umstrittenen Musik-Tauschbörse Napster zu Erfolg verholfen hat.

dpa SAN JOSE. Der größte Halbleiterproduzent der Welt, Intel, will künftig auf die Netzwerk-Strategie setzen, die auch schon der umstrittenen Musik-Tauschbörse Napster zu Erfolg verholfen hat. Mit dem Austausch von Daten direkt zwischen den Computern der Internetuser lasse sich der stark zunehmende Verkehr im Internet optimieren, sagte Pat Gelsinger, Vizepräsident von Intel, am Montag Ortszeit in San Jose, Kalifornien.

Bei der so genannten Peer-to-Peer-Kommunikation - zu deutsch etwa "Gleiche mit Gleichen" - werden die bisher zentralen Server-Computer im Netz entlastet. Damit breche ein neues Zeitalter im Internet an, hieß es vor Beginn eines von Intel veranstalteten Fachkongresses von 5 000 Fachleuten der Chipbranche. Auf dem Intel Developer Forum im Silicon Valley präsentiert sich Intel - der Öffentlichkeit bislang vor allem als Lieferant von PC-Chips bekannt - als Internet orientiertes Unternehmen.

Das Unternehmen stellt unter anderem den völlig überarbeiteten Pentium-III-Nachfolger Pentium 4 vor, mit dem sich Intel den Herausforderungen von multimedialen Anwendungen im Datennetz stellen will. Intel hat für den Chip erstmals seit 1995 wieder eine neue Prozessorarchitektur entwickelt, die dem Pentium 4 mit 42 Mill. Transistoren zunächst zu 1,4 Gigahertz Geschwindigkeit verhelfen soll. Der schnellste Pentium III läuft derzeit mit 1,13 Gigahertz. Der Pentium 4 soll im vierten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommen.

Auf dem Kongress werden auch Details zum neuen 64-Bit-Prozessor Itanium erwartet, mit dem Intel erstmals in den Markt für leistungsfähige Zentralcomputer in Unternehmen vorstoßen will. Die Markteinführung dieses Prozessors wurde bereits mehrmals verschoben.

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