Halbzeitbilanz
Auf dem Oktoberfest ist wenig los

Die Anschläge in den USA und schlechtes Wetter dürften die Zahl der Besucher des diesjährigen Münchener Oktoberfests auf das niedrigste Niveau seit fast zehn Jahren fallen lassen.

rtr MüNCHEN. "Wir werden nicht über sechs Millionen (Besucher) bekommen", sagte Wiesn-Chefin Gabriele Weishäupl in einer Halbzeitbilanz am Sonntag in München. Zuletzt war diese Marke im Jahr 1992 mit 5,9 Mill. Gästen unterschritten worden. Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) bekräftigte, trotz kritischer Stimmen sei es richtig gewesen, das 168. Oktoberfest nicht aus Pietäts- oder Sicherheitsbedenken abzusagen. Größere Zwischenfälle habe es bislang nicht gegeben.

Die Stadt hatte nach den Anschlägen in den USA am 11. September eine Absage des weltgrößten Volksfests diskutiert, sich dann aber doch für die Veranstaltung entschieden. Rund 200 zusätzliche Sicherheitskräfte, Sprengstoff-Spürhunde und Videoüberwachung sollen nun die Sicherheit der Besucher garantieren. "Alle Panikmache vor zuzähligen Trittbrettfahrern und Stadtneurotikern hat sich nicht bewahrheitet", sagte Ude.

Nach Weishäupls Worten kamen an den ersten neun von insgesamt 16 Tagen der diesjährigen Wiesn etwa 2,8 Mill. Besucher und damit rund eine halbe Million weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Der Bierkonsum sei um rund ein Viertel auf 1,7 Mill. Maß gefallen. Insbesondere der Start sei zögerlich verlaufen. In den vergangenen Tagen habe man aber, auch auf Grund des besseren Wetters, ein deutliches Anziehen der Geschäfte verzeichnet. "Jetzt hoffen wir auf die zweite Halbzeit", sagte die Leiterin des Münchener Fremdenverkehrsamts. Es seien vor allem Einheimische, die das Oktoberfest mieden.

Für einige wenige Betriebe auf dem Münchener Oktoberfest bringt das schlechte Wetter nach Weishäupls Worten aber auch Vorteile: Nachdem es bislang an sieben von neun Tagen geregnet habe, sei der Verkauf von Hüten und Kappen angestiegen.

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