„Hallen sind sehr gut besucht“
Veranstalter mit IFA-Auftakt zufrieden

Die Faszination Technik scheint auch in diesem Jahr wieder die Massen zu locken. Zum Beginn der weltgrößten Messe für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik äußerten sich die Veranstalter sehr zufrieden über das Interesse.

HB/dpa BERLIN. "Die Hallen sind sehr gut besucht", sagte Jochen Wiesinger von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik. Es seien mehr Besucher als am ersten Tag der vergangenen IFA gezählt worden. Erstmals wird zum Auftakt eine IFA-Night mit Shows und Live-Musik auf dem gesamten Gelände veranstaltet.

Auf der IFA zeigen 1007 Aussteller aus 37 Ländern Fernseh- und Aufzeichnungsgeräte der neuesten Generation, die Vernetzung von Computern mit TV-Geräten und Weiterentwicklungen der digitalen Fotografie. Der Trend wird bestimmt von immer kleineren Geräten mit mehr Speicherkapazität und großen sehr flachen Fernsehbildschirmen. Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) zeigte sich bei seinem Rundgang beeindruckt von dieser Entwicklung. "Ich hätte gern einen Flachbildschirm", gab er zu. Vieles was zu sehen ist nannte er benutzerfreundlich, was einiges im Markt bewegen werde.

Es gibt auch weitere Schritte für das Fernsehen zum Mitmachen durch die MHP (Multimedia Home Plattform)-Technologie. Der finnische Hersteller Nokia bringt in Kürze einen Digital-Receiver unter anderem für Online Banking vom Fernsehgerät aus auf den Markt. Sowohl beim terrestrischen als auch beim Satelliten-Empfang können alle Informations- und Unterhaltungsdienste abgerufen werden, die von den TV-Sendern angeboten werden. Ein Personal Digital Recorder ermöglicht die drahtlose Überspielung digitaler Fotos auf das TV-Gerät.

Die Entwicklung des Digital-Radionetzes in Deutschland macht weiter Fortschritte. "Das Netz soll bis 2004 bundesweit ausgebaut sein", sagte Helmut Egenbauer vom der Initiative für Digitalradio IMDR. Mit dem Digitalangebot soll die Radioübertragung nicht nur technisch verbessert werden. Zusätzlich zum Hörfunk können auch Bilder oder Texte wie Verkehrsnachrichten übertragen werden.

Bei der Filmüberspielung auf DVD brauche der Nutzer jetzt nicht mehr wissen, um welches Format es sich handelt, sagte Andreas Küsters von dem Laufwerke- und Medien-Hersteller Ricoh. Denn die Hersteller von Computerlaufwerken hätten nun zugesagt, zusätzlich zu dem DVD-ROM-Format für PC-Laufwerke auch das von der Allianz propagierte Format DVD+RW zu übernehmen.

Unter den Herstellern von DVD-Medien und Abspielgeräten gibt es einen heftigen Kampf darum, welches technische Format sich im Markt durchsetzen wird. Für den Verbraucher gab es daher keine Sicherheit, ob DVD-Player auch alle DVDs abspielen können. Auf dem PC bespielte DVDs ließen sich meist nicht auf dem Abspielgerät im Wohnzimmer ansehen.

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