Hallen-WM der Leichtathleten in Birmingham
Bartels bei Hallen-WM ausgeschieden

Staffel-Europameisterin Grit Breuer hat ihren Vorlauf über 400 m zum Auftakt der 9. Hallen-Weltmeisterschaften der Leichtathleten in Birmingham als Siegerin in 52,10 Sekunden problemlos überstanden.

HB/dpa BIRMINGHAM. Dafür enttäuschte Kugelstoßer Ralf Bartels am Freitag und schied als erster deutscher Teilnehmer in der Qualifikation mit 19,32 m als 13. aus.

"Ich bin nicht die Favoritin. Das sind die Russinnen nach ihren sehr guten Zeiten von Moskau. Ich will meine Jahresbestzeit verbessern und eine Medaille", sagte die 31-jährige Breuer, die 1999 schon einmal Hallen-Weltmeisterin war. Die Jahresbeste Natalja Nasarowa (Russland) musste als Vorlaufschnellste in 51,24 Sekunden nach einer Disqualifikation allerdings bereits die Segel streichen.

Sonja Kesselschläger aus Neubrandenburg startete verheißungsvoll in die Fünfkampf-Entscheidung. In der persönlichen Bestzeit von 8,37 Sek. belegte die 25-jährige Neubrandenburgerin zum Auftakt im Hürdensprint den vierten Platz. Im Hochsprung reichte es dann aber nur zu 1,77 m, so dass sie auf Rang sechs abrutschte. Im Kugelstoßen mit 14,05 m und 2784 Punkten rückte sie wieder auf Rang vier vor und kann mit sechs Punkten Rückstand auf Naide Gomes (Portugal/2790) nun wieder auf eine Medaille hoffen.

Freiluft-Europameisterin Carolina Klüft (Schweden) liegt nach drei Disziplinen mit 3005 Punkten in Führung vor Titelverteidigerin Natalja Sasanowitsch (Weißrussland/2952), nachdem sie mit 8,19 Sek. über 60 m Hürden und 1,89 m im Hochsprung jeweils die Beste war. Katja Keller (Chemnitz/2637) ist Siebte.

Bartels enttäuscht

Der EM-Dritte Bartels blieb klar unter seinen Möglichkeiten, denn seine 20,07 m als deutscher Hallenmeister von Leipzig hätten für das Finale der besten Acht am Abend ausgereicht. "Das ist ärgerlich, denn es war mein schlechtester Wettkampf in dieser Hallensaison. Ich bin mit der Anlage nicht klar gekommen, der Ring war zu stumpf", suchte er nach einer Entschuldigung. Die Britin Ashia Hansen, in Birmingham zu Hause, glänzte in der Dreisprung-Qualifikation mit 14,61 m. Über 200 m waren Muriel Hurtis (Frankreich/22,75) und Titelverteidiger Shawn Crawford (USA/20,69) die Vorlaufschnellsten.

Stabhochspringer Tim Lobinger (Köln), der wie Michael Stolle (Leverkusen) erst am Nachmittag in der Qualifikation an der Reihe war und 5,65 m springen musste, erneuerte seine Kritik über die Abstinenz der deutschen Athleten, die trotz Normerfüllung der Hallen-WM mit über 600 Athleten aus 145 Ländern ferngeblieben sind und sich im stillen Kämmerlein auf den Sommer vorbereiten. "Training ist kein Ersatz für Wettkämpfe", sagte der Hallen-Europameister und forderte mehr Risikobereitschaft. "Dazu muss man über den eigenen Schatten springen und Verantwortung übernehmen für die Disziplin und die Sportart."

Bedingt durch eine Erkältung und muskuläre Probleme sei seine Situation nicht optimal. "Aber ich bin fit genug, um zu sagen, ich stelle mich der Konkurrenz", sagte Lobinger. Auch Grit Breuer, von ausländischen Journalisten zum deutschen Mini-Team aus zehn Athleten befragt, pflichtete Lobinger bei: "Junge Leute müssen hier Erfahrung sammeln. Wegbleiben ist der falsche Weg."

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