Haltefrist für Altaktionäre zu kurz
DSW-Präsident kritisiert Firmen am Neuen Markt

Ein Großteil der Gesellschaften in diesem Segment seien eigentlich noch nicht börsenfähig.

adx DÜSSELDORF. Der Präsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, Roland Oetker, sieht den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse kritisch. Ein Großteil der Gesellschaften in diesem Segment seien eigentlich noch nicht börsenfähig, sagte Oetker am Freitag bei der Mitgliederversammlung des DSW in Düsseldorf. Dem Neuen Markt fehle immer noch Transparenz über den Aktienhandel der tragenden Personen der Firmen, bemängelte der DSW-Präsident. Niemand könne zeitnah feststellen, ob sich die Gründer durch Verkauf ihrer Aktienpakete aus der Firma verabschiedet hätten.

Oetker prangerte in diesem Zusammenhang auch die mit nur sechs Monaten zu kurze Haltefrist für die Aktionäre an. Um hier für Abhilfe zu sorgen, wäre es sinnvoll, ein öffentliches Register zu schaffen, das "für jedermann zu jeder Stunde in Form eines Datenbankabrufes den Aktienbesitz der für das Unternehmen entscheidenden Personen wiedergibt." Man müsse sich auch im Bereich der Transparenz endlich dem Wettbewerb mit den USA stellen.

Oetker rät Anlegern, vor einer Geldanlage immer fünf Fragen zu stellen: Hat das gesamte Management die notwendige Qualität und den Weitblick? Werden Kundenwünsche wirklich erfüllt? Kann das Unternehmen eine neue Technologie anbieten, die einen Vorsprung vor dem Wettbewerb garantiert? Ist die Finanzierung gesichert? Hat die Firma eine starke Marke, die für Bekanntheit und Qualität bürgt? Nur wenn alle fünf Fragen mit Ja beantwortet werden könnten, sei ein Investment wirklich sinnvoll.

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