Haltefristen laufen Anfang September aus
Klage gegen Börsenzulassung von 1,1 Milliarden T-Aktien abgewiesen

Das Frankfurter Verwaltungsgericht hat die Klage eines Rechtsanwalts gegen die Börsenzulassung von rund 1,1 Mrd. Aktien der Deutschen Telekom im Zusammenhang mit der Übernahme der US-Firmen Voicestream und Powertel abgewiesen.

Reuters FRANKFURT. Dies teilte das Gericht am Dienstag auf Anfrage mit. Der Kläger, Rechtsanwalt Said Kuhlig, sagte dazu der Nachrichtenagentur Reuters, auch nach dem Urteil stehe aber die Rechtmäßigkeit der umstrittenen Aktienzulassung noch nicht fest. Die Richter hätten lediglich entschieden, dass er zur Klage nicht berechtigt gewesen sei. Kuhlig kündigte an, Rechtsmittel gegen den gerichtlichen Beschluss einlegen zu wollen. (Az: 9 G 2823/01 (2))

Anfang September laufen allerdings Haltefristen für die umstrittenen Aktien aus. Sollte Kuhlig bis dahin mit seiner Klage vor Gericht nicht Recht bekommen, ist es nach seiner Ansicht höchst unwahrscheinlich, dass die Aktien wie von ihm angestrebt vom Markt zurückgenommen werden.

Für die angekündigte Schadensersatzklage gegen das Bundesland Hessen hat das Urteil des Verwaltungsgerichts Anwälten zufolge keine größere Bedeutung. Rechtsanwalt Heinz Steinhübel, der eine entsprechende Klage gegen Hessen einreichen will, sagte, nur wenn auch in der Sache entschieden worden wäre, hätte man daraus Schlüsse für das Zivilverfahren ziehen können. Doch dies sei nicht passiert. Für die Juristen bleibt damit weiter strittig, ob die Ausgabe von T-Aktien im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung vom 31. Mai 2001 zur Übernahme von Voicestream und Powertel rechtmäßig war.

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