Hamas bekennt sich
Mindestens 20 Tote bei Anschlag auf Bus

Die radikale Palästinenserorganisation Hamas hat sich am Dienstag zu einem neuen Selbstmordanschlag bekannt, bei dem am Morgen im Jerusalemer Stadtteil Katamon 19 israelische Schüler und Studenten getötet und 52 zum Teil schwer verletzt wurden.

rtr/dpa Reuters JERUSALEM/RAMALLAH. Der aus einem Flüchtlingslager bei Nablus stammenden Attentäter löste die Explosion gegen 07.00 Uhr (MESZ) in einem voll besetzten Linienbus aus. 17 Israelis und der Attentäter wurden auf der Stelle getötet, zwei Schwerverletzte starben später in Krankenhäusern.

Polizeichef Mickey Lwevy sprach von einem sehr schweren Angriff von Terroristen im morgentlichen Berufsverkehr: "Es gibt etwa 20 Tote." Ärzte und Helfer sprachen zudem von zahlreichen Verletzten. Der Bus Nummer 32 war im Berufsverkehr mit Arbeitern und Schülern gut besetzt. Augenzeugenberichten zufolge zündete der Selbstmordattentäter den Sprengsatz vorn im Bus.

Eine Augenzeugin berichtete im Radio: "Ich sah den Bus in die Luft fliegen." Andere Zeugen, die die Explosion auf der belebten Straße im Süden Jersualem hörten, berichteten, der Bus sei ein ausgebranntes Wrack.

Die Polizei sperrte den Bereich und suchte nach weiteren Sprengsätzen. Sie war in Alarmbereitschaft versetzt worden, nachdem es Geheimdienstberichte über bevorstehende Anschläge palästinensischer Extremisten gegeben hatte.

Der Anschlag wurde von der Autonomie-Regierung von Präsident Jassir Arafat verurteilt. Minister Saeb Erekat sagte im CNN-Fernsehen, die palästinensische Regierung könne man für die Tat nicht verantwortlich machen.



Der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon begab sich am Morgen an die Unglücksstelle und sagte, der palästinensische Terror werde bekämpft werden.

Seit Beginn des Aufstandes der Palästinenser gegen die israelische Besetzung des Westjordanlandes und des Gaza-Streifens hat es immer wieder Selbstmordanschläge der Palästinenser gegeben. Israel reagierte darauf mit militärischen Vorstößen in Städte der Autonomie-Gebiete, um nach Extremisten zu fahnden. Seit Sonntag baut Israel einen Grenzzaun zum Westjordanland, um das Einsickern von Attentätern zu unterbinden.

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