Hamas bekennt sich zu den Angriffen
Drei palästinensische Granatenangriffe auf Israel

Palästinenser haben nach israelischen Angaben am Mittwoch drei Granatenangriffe auf Israel ausgeführt. Dabei seien insgesamt 13 Geschosse auf die Siedlungen Newe Dekalim, Nir Am und Kfar Darom im Gaza-Streifen abgefeuert worden, teilte die Armee mit. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

rtr JERUSALEM. Es sei vermutlich die größte Zahl von Angriffen innerhalb eines Tages seit dem Beginn des Palästinenser-Aufstandes im September. Zu den Angriffen bekannte sich die radikal-islamische Hamas. Im Westjordanland und nahe Jerusalem kam es erneut zu Feuergefechten zwischen Palästinensern und der israelischen Armee.

Die Hamas bezeichnete die Angriffe als Vergeltung für die israelische Bombardierung einer syrischen Radarstellung im Südlibanon am Montag. Nach einem palästinensischen Granatenangriff auf die israelische Stadt Sderot hatte Israel in der Nacht zum Dienstag erstmals seit 1994 wieder Teile des Gaza- Streifens besetzt. Die USA hatten den weniger als 24 Stunden dauernden Einsatz als "exzessiv und unverhältnismäßig" bezeichnet. Kurz danach waren die israelischen Truppen abgezogen, um am Mittwoch erneut für mehrere Stunden einzudringen.

Am Mittwochabend telefonierte Israels Ministerpräsident Ariel Scharon nach Angaben seines Büros mit US-Präsident George W. Bush. Dieser habe zugesichert, alles in seiner Macht stehende zu unternehmen, um die Palästinenser zu einem Ende der von deren Gebieten ausgehenden Gewalt zu bewegen. Scharon habe Bush versichert, dass eine Stationierung der israelischen Armee im Gaza-Streifen niemals geplant worden sei. Der Einsatz sei von Anfang an als vorübergehende Maßnahme vorgesehen worden. Die israelische Armee hatte zwischenzeitlich angedeutet, mehrere Monate im Streifen bleiben zu wollen.

Israel hatte nach den Zwischenabkommen von 1993 und 1994 fast den gesamten Gaza-Streifen und Teile des Westjordanlandes den Palästinensern zur Selbstverwaltung übergeben. Unter israelischer Kontrolle blieben im Gaza-Streifen nur die jüdischen Siedlungen. Seit dem Beginn des Palästinenser- Aufstandes im September sind mindestens 465 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Palästinenser.

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