Hamburg startet Präsentation: Bewerber unterzeichnen Fairness-Pakt

Hamburg startet Präsentation
Bewerber unterzeichnen Fairness-Pakt

Bundespräsident Johannes Rau hat am Montag in Berlin die deutschen Bewerber für die Olympischen Sommerspiele 2012 auf Fairness und gegenseitige Achtung eingeschworen. "Die große Zustimmung in allen Teilen unseres Landes ist eine wesentliche Voraussetzung, dass die deutsche Bewerbung im Jahr 2005 erfolgreich sein kann", erklärte Rau vor den Repräsentanten der Bewerberstädte.

HB/dpa BERLIN. Anschließend unterzeichneten die Oberbürgermeister der fünf Kandidaten sowie der fünf Segelreviere ein Fairness- und Kooperatikons-Abkommen, in dem sie sich vertraglich zur Unterstützung des am 12. April in München gewählten deutschen Bewerbers verpflichten.

Zugleich wurde im Schloss Bellevue die Reihenfolge der Präsentation für den Tag der Entscheidung ausgelost: Danach beginnt Favorit Hamburg, es folgen Frankfurt/Main, Stuttgart, Düsseldorf und zum Abschluss Leipzig, dem im Bericht der Evaluierungskommission neben Hamburg die besten Bedingungen für die Austragung Olympischer Spiele bescheinigt wurden. Unter den Segelbewerbern wurde die Reihenfolge Rostock, Stralsund, Lübeck, Kiel und Cuxhaven für die Präsentation in München bestimmt.

Klaus Steinbach, der Präsident des Nationalen Olympischen Komitees (NOK), der gleichfalls seinen Namenszug unter den Fairness-Pakt setzte, verwies darauf, dass das Abkommen einem Wunsch der Repräsentanten aus den Bewerberstädten entspreche. "Wir haben fünf erstklassige Bewerbungen. Jede Stadt wäre in der Lage, die Spiele durchzuführen, wenn sie heute den Zuschlag durch das IOC bekäme", äußerte er zuversichtlich. Steinbach unterstrich, dass auch die Unterlegenen der Wahl am 12. April als "kleine Sieger" am Olympia-Konzept des "großen Siegers" beteiligt würden.

Der NOK-Chef unterstrich nochmals die Notwendigkeit zum fairen Umgang miteinander in der Phase der internationalen Bewerbung. Vor Veröffentlichung des Evaluierungsberichts am 13. März war Kritik von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Peer Steinbrück an der Art und Weise der Hamburger Bewerbung laut geworden.

Im Schloss Bellevue setzten sich auch zahlreiche aktive und ehemalige Sportstars wie Heide Ecker-Rosendahl, Birgit Fischer, Michael Stich, Hans-Günther Winkler oder Jens Lehmann engagiert für die Olympia-Kandidaten ein. "Olympia tut Deutschland gut - wir müssen alles tun, damit diese Prognose in Erfüllung geht", gab Johannes Rau allen Anwesenden mit auf den Weg. Wer im Kampf gegen New York, Madrid, Rom, Paris oder Sao Paulo bestehen wolle, müsse eine sehr gute Bewerbung abgeben. "Ich beneide die nicht, die am 12. April die Entscheidung fällen, wer von vielen Guten der Beste ist", so Rau.

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