Hamburger Kaufhauskette Brinkmann mußte Insolvenz anmelden
Metro steigt nicht bei Brinkmann ein

Das insolvente Technik-Kaufhaus sucht Geldgeber. Bislang haben aber weder Metro, noch Karstadt oder Rewe weiteres Interesse gezeigt.

dpa DÜSSELDORF/HAMBURG. Führende deutsche Handelskonzerne haben kein Interesse an der zahlungsunfähigen Kaufhauskette Brinkmann in Hamburg. Am Freitag erklärte der Düsseldorfer Metro-Konzern, dass ein Einstieg nicht angestrebt werde. "Wir haben kein Interesse an der Übernahme von Brinkmann", sagte eine Sprecherin der Metro AG. Vor einigen Tagen hatte bereits der Essener Kaufhaus-Konzern Karstadt abgewinkt.

Metro habe den Fall geprüft und sei zu der Entscheidung gekommen, die Sache nicht weiter zu verfolgen, sagte die Sprecherin. Metro ist im Bereich Unterhaltungs-Elektronik mit den Tochterunternehmen Media Markt und Saturn bereits auf zwei Schienen aktiv. Außerdem gehört die Warenhauskette Kaufhof zu diesem größten deutschen Handelskonzern.

Rewe zeigt auch kein Interesse

Auch von der Rewe-Gruppe Köln ist bislang kein Interesse an der Brinkmann-Kette bekannt. Der Lebensmittelhändler REWE betreibt rund 50 Pro-Märkte mit gut 1 Mrd. DM Umsatz. Branchenkenner halten es für möglich, dass der britische Kingfisher-Konzern Interesse an Brinkmann haben könnte. Der US-Handelsriese Wal-Mart hält sich bisher bedeckt, sein Einstieg bei Brinkmann gilt aber als unwahrscheinlich.

Die Firmengruppe Ernst Brinkmann beschäftigt bei einem Umsatz von rund 1,7 Mrd. DM mehr als 4 000 Mitarbeiter. Die in Nord- und Westdeutschland gelegenen 41 technischen Kaufhäuser und Fachmärkte bieten neben der Unterhaltungselektronik auch zahlreiche andere Konsumgüter wie Geschirr und Fotoartikel an. Brinkmann hatte Anfang diesen Monats die Einleitung des Insolvenzverfahrens beantragt.

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