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Hamburger Kunsthalle: «Im Garten von Max Liebermann»

Hamburg (dpa) - Die Hamburger Kunsthalle gibt mit der Ausstellung «Im Garten von Max Liebermann» erstmals einen Überblick der in Berlin-Wannsee entstandenen Werke des Impressionisten. Den Schwerpunkt der Schau (bis 26. September) bilden die farbenprächtigen Gemälde und Pastelle, in denen der Künstler die sommerlichen Motive seines Gartens und das Leben am Wannsee festhielt.

Hamburg (dpa) - Die Hamburger Kunsthalle gibt mit der Ausstellung «Im Garten von Max Liebermann» erstmals einen Überblick der in Berlin-Wannsee entstandenen Werke des Impressionisten. Den Schwerpunkt der Schau (bis 26. September) bilden die farbenprächtigen Gemälde und Pastelle, in denen der Künstler die sommerlichen Motive seines Gartens und das Leben am Wannsee festhielt.

Die Ausstellung umfasst rund 100 Gemälde, Pastelle und Zeichnungen, darunter viele Leihgaben aus dem In- und Ausland. Liebermann (1847-1935) hatte das Grundstück 1909 erworben und ließ sich dort ein Landhaus mit Garten errichten. 1997 hatte der Berliner Senat die Nutzung als Museum beschlossen. Es soll 2005 eröffnet werden.

«Dieser Garten ist für Liebermann zu einer Art Refugium geworden, wo er sich zurückziehen konnte, vor allem während des 1. Weltkriegs», sagte Kunsthallen-Direktor Uwe Schneede. Liebermanns Freund Alfred Lichtwark, erster Direktor der Hamburger Kunsthalle, hatte für den Künstler ein modernes Gartenkonzept entwickelt: ein Lebensraum im Freien, der Elemente eines städtischen Hausgartens mit denen eines bäuerlichen Nutzgartens verband.

Anhand von Fotos und Dokumenten wird in der Ausstellung auch die wechselvolle Geschichte von Haus und Garten der Familie Liebermann veranschaulicht. Nach dem Tod ihres Mannes 1935 musste Martha Liebermann die Villa, wie viele andere Juden, zwangsverkaufen. Ihr gelang die Flucht aus Deutschland nicht: 1943, kurz vor ihrer Deportierung ins KZ Theresienstadt, nahm sie sich das Leben.

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