Hamburger Wirt setzt deutschem Trainer Denkmal
Das griechische Märchen geht weiter

Athen "bebt": Ganz Griechenland schwebt seit gestern Abend im siebten Fußball-Himmel, Hunderttausende Fans machten im ganzen Land die Nacht zum Tag und feierten ihren "Ottysseus". Rehhagel blieb in der Stunde seines größten Erfolges allerdings eine entscheidende Antwort schuldig.

HB ATHEN. Nach dem sensationellen Einzug der griechischen Fußball-Nationalmannschaft in das Finale der Europameisterschaft in Portugal ist Athen wie ein "Pulverfass" explodiert. Unzählige Leuchtkugeln und Feuerwerk wurden abgebrannt und machten in der Hauptstadt die Nacht zum Tag. Im Mittelpunkt der Jubelfeiern standen der deutsche Trainer Otto Rehhagel und Abwehr-Hüne Traianos Dellas, der am Donnerstagabend mit seinem "Silver Goal" für den 1:0-Sieg der Griechen im Halbfinale gegen den Favoriten Tschechien gesorgt hatte. "Diese Nacht gehört den Griechen", erklärte Matchwinner Dellas.

Das griechische Fernsehen strahlte unmittelbar nach dem Schlusspfiff Bilder aus vielen Städten Griechenlands aus, wo Hunderttausende Menschen in einem hysterischen Zustand auf die Straßen stürmten und den historischen 1:0-Halbfinalsieg über Tschechien feierten.

Auch in Deutschland zogen tausende griechischer Fans in Autokorsos durch die Straßen und feierten ausgelassen die EM-Sensation. Ein Hamburger Wirt kündigte an, sein Restaurant umzubenennen und Nationaltrainer Otto Rehhagel damit ein Denkmal zu setzen. "Für ein echtes griechisches Restaurant kommen eigentlich nur noch Namen wie Akropolis, Olympia und Rehakles in Frage", sagte Gastronom Dimitri Tzachristos. Nach 22 Jahren wird der 64 Jahre alte Grieche deshalb sein Namensschild "Bei Dimitri" abnehmen und sein Haus stattdessen mit Rehhagels griechischem Spitznamen schmücken.

Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis gratulierte Trainer Otto Rehhagel und all seinen Spielern. "In unseren Herzen haben Sie bereits die Europameisterschaft gewonnen", hieß es unter anderem im Glückwunschtelegramm an die griechische Mannschaft. Karamanlis kündigte an, dass er für das Endspiel am Sonntag nach Portugal reisen wird.

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