Hamburgs neuer Innensenator
Olaf Scholz: Ehrgeiziger Politiker der neuen SPD-Generation

dpa HAMBURG. Hamburgs neuer Innensenator Olaf Scholz gilt als ambitionierter SPD-Politiker der neuen Generation. Der 42-jährige SPD-Landesvorsitzende und Bundestagsabgeordnete kommt vom linken Flügel seiner Partei und steht Hamburgs Bürgermeister Ortwin Runde politisch nahe. Gute Kontakte pflegt Scholz seit seiner Zeit bei den Jungsozialisten (Jusos) auch zu Bundeskanzler Gerhard Schröder.

Der gebürtige Osnabrücker Scholz steht seit einem Jahr an der Spitze des Hamburger SPD-Landesverbands. Er hat sich die Verjüngung der nach Jahrzehnte langer Dauerherrschaft verkrusteten Partei und ihre Öffnung für Nichtmitglieder auf die Fahnen geschrieben. Scholz agiert als Vordenker bedächtig, eher unauffällig. Kritiker werfen ihm vor, es fehle ihm an Ecken und Kanten.

Scholz gehört der SPD seit 1975 an. Zwischen 1982 und 1988 war er stellvertretender Juso-Vorsitzender. Als Chef der SPD Hamburg-Altona kam er 1994 auch in den Hamburger Landesvorstand. Bei linken Parteifreunden stieß seine Unterstützung für die Politik Schröders auf Kritik. Dem Bundestag gehört er seit 1998 an.

Der auf Arbeitsrecht spezialisierte Rechtsanwalt engagiert sich vor allem in der Sozialpolitik. Den Posten als Innensenator dürfte er weniger aus Leidenschaft, denn um der Partei Willen übernommen haben. Bis vor Kurzem hatte er sich im Streit um die Innere Sicherheit noch sicher gezeigt: "Wir lassen uns das Thema im Wahlkampf nicht aufzwingen."

Der 42-Jährige hat immer wieder betont, er gehe die anstehenden Aufgaben konzentriert an und denke nicht an spätere Posten. Eine seiner politischen Maximen ist die Unabhängigkeit von Politikern: Er selbst könne jederzeit wieder voll in die von ihm gegründete lukrative Hamburger Anwaltskanzlei einsteigen.

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