Hammerwurf-Weltmeister Karsten Koobs: "Ich habe nichts drauf"
DLV-Werfergarde mit zahlreichen Sorgenkindern

Grünes Licht für vier Medaillenhoffnungen, aber auch Sorgenkinder in Deutschlands erfolgverwöhnter Werfergarde kurz vor dem Auftakt der Leichtathletik-WM in Edmonton: Während die Diskus-Weltmeister Lars Riedel und Franka Dietzsch, Kugelstoß-WM-Titelträgerin Astrid Kumbernuss und ihre mit WM-Silber dekorierte Disziplinkollegin Nadine Kleinert-Schmitt verletzungsfrei sind, plagen sich ihre Kollegen mit gesundheitlichen Problemen herum.

sid EDMONTON. "Es sieht nicht überall rosig aus. Wenn das Wochenende vorbei wäre, würde ich mich wohler fühlen", sagte Karl-Heinz Leverköhne, Teamleiter Wurf im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV).

Die Erkältung, mit der sich Kugelstoßer Oliver-Sven Buder, WM-Zweiter in Sevilla, nach einem "Kälteschock" im Flugzeug durch die Teamunterkunft schleppte, ist noch das kleinste Übel. Speerwerferin Steffi Nerius laboriert weiterhin an einer Entzündung im Ellenbogen des Wurfarmes, muss ständig behandelt werden, will aber trotz mäßiger Trainingsweiten nach eigenen Worten dennoch "vorne mitwerfen". Kirsten Münchow, der bei Olympia mit dem Hammer der Bronze-Coup gelang, konnte ihre Form nicht weiter ausfeilen, weil sie drei Wochen lang mit einer hartnäckigen Nebenhöhlenvereiterung zu kämpfen hatte und im Trainingslager in Calgary zu Beginn zur Tatenlosigkeit verurteilt war.

Achillessehnenprobleme lassen die beiden Speerwerfer, den deutschen Rekordhalter Raymond Hecht und den Olympia-Siebten Boris Henry, verzweifeln. "Boris hat einen unglaublichen Tonus in der Wade. Das ist sicher ein Handicap", so Leverköhne. Ohne Blessuren, dafür ohne Form ist Hammerwurf-Weltmeister Karsten Kobs: "Ein Finalplatz wäre für mich genau so viel wert wie der WM-Titel von Sevilla. Ich habe einfach nichts drauf."

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