Handball
Deutsche Handballer gescheitert

Hand aufs Herz, den deutschen Handballern kann nach diesem Spiel kein Vorwurf gemacht werden. Nach anfänglichen Startproblemen im Angriff präsentierte sich die deutsche Mannschaft den Kroaten lange Zeit als ernst zu nehmender Gegner. Leider brach Heiner Brands Mannschaft am Ende ein und das kostete die Deutschen Gold.

HB ATHEN. 24 Jahre nach dem Triumph der DDR- Auswahl in Moskau unterlag der Europameister am Sonntag in einer Neuauflage des WM-Endspiels gegen den Weltmeister mit 24:26 (12:11). Mit der Silbermedaille konnte die Mannschaft von Bundestrainer Heiner Brand am Sonntag nicht den goldenen Schlusspunkt mit dem erhofften 15. OLYMpiasieg für das deutsche Athen-Team setzen. "Wir haben Gold verloren, aber Silber gewonnen", kommentierte der Lemgoer Daniel Stephan: "Wir können alle stolz sein. Mit ein bisschen Abstand werden wir uns freuen."

Rund 5000 deutsche Fans unter den 12 000 Zuschauern im Helliniko Sports Complex von Athen hatten das Team um den mit neun Treffern überragenden Linksaußen Stefan Kretzschmar (SC Magdeburg) frenetisch angefeuert, doch am Ende gingen den deutschen Ballwerfern im achten Spiel Kraft, Glück und Durchsetzungsvermögen aus. Bis zum 20:19 in der 47. Minute sah es gut aus, doch in der Schlussphase avancierte neben dem neunfachen Torschützen Mirza Dzomba Linksaußen Niksa Kaleb mit drei Treffen in Serie zum kroatischen Matchwinner. Nach der Schlusssirene flossen Tränen. Die Lebensgefährtinnen und Frauen mussten den Spielern ersten Trost zusprechen.

Heiner Brands Maxime ging ausgerechnet im Finale nicht in Erfüllung. "Spiele gewinnt man vorne - große Meisterschaften hinten", sagt der 52-Jährige, der als Aktiver einer der weltbesten Abwehrspieler war. Doch die Deutschen verloren das Spiel um Gold im Angriff mit einer katastrophalen Wurfausbeute. "Leider ist unsere Angriffsschwäche heute zur Geltung gekommen", räumte Rückraumspieler Stephan ein.

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