Handball Olympia
DHB-Team mit Schwarzer gegen Schweden

Zum Olympia-Doppeltest des Handball-Weltmeisters Deutschland gegen Schweden (heute 18.00 Uhr) in Mannheim wird auch wieder Routinier Christian Schwarzer auflaufen.

Rund drei Wochen vor Beginn der Spiele neigt sich die vorolympische Casting-Show dem Ende entgegen. "Zu 70 bis 80 Prozent habe ich den Kader für Peking im Kopf. Den Rest müssen wir noch sehen", sagte Handball-Bundestrainer Heiner Brand vor dem Doppeltest des Weltmeisters gegen Schweden. Heute in Mannheim (18.00 Uhr/live in der ARD) und morgen in Stuttgart (15.00) wird erstmals seit dem Gewinn des WM-Titels im Februar 2007 auch wieder Routinier Christian Schwarzer (Rhein-Neckar Löwen) im DHB-Trikot auflaufen, der in Peking "aushilft" und sein Olympia-Ticket schon sicher hat.

Derzeit besteht das Brand-Team aus 18 Spielern, von denen noch drei gestrichen werden müssen. 15 Akteure wird der Gummersbacher bereits nach der ersten Partie am Samstagabend an den Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) melden. Wobei einer mit einer sogenannten "P-Akkreditierung" ausgestattet wird, die zwar einen Verbleib im Olympischen Dorf untersagt, aber die Teilnahme am Mannschaftstraining ermöglicht. Das bestätigte DHB-Vizepräsident Horst Bredemeier am Freitag. Bis Montag muss dann die Kaderliste dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorliegen.

Welthanballerin Nadine Krause träumt von Edelmetall

Dasselbe Procedere steht für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft an, die sich erstmals seit 1996 wieder für Olympische Spiele qualifizierte. Das Team von Trainer Armin Emrich testet im Vorfeld der Männer heute in Mannheim (15.00) und morgen in Stuttgart (12.45) ebenfalls gegen Schweden und hat neun Monate nach WM-Bronze auch in Peking große Ziele. "Ich träume von Edelmetall", verriet Welthandballerin Nadine Krause. Die Dänemark-Legionärin liegt damit auf einer Wellenlänge mit DHB-Präsident Ulrich Strombach, der von beiden Mannschaften eine Medaille erwartet, aber insgeheim sogar "auf zweimal Gold" hofft.

Brand will zum Abschluss-Lehrgang ins chinesische Zhuhai am 31. Juli mit "17 oder gar 18 Spielern" aufbrechen. "Wir müssen gerüstet sein, wenn sich noch jemand verletzt. Außerdem ist mit mehr Spielern ein geregelteres Training möglich", erklärte Bredemeier die Maßnahme. Erst einen Tag vor Eröffnung der Sommerspiele am 8. August reist die DHB-Crew nach Peking.

Mit dabei sein wird dann Routinier Schwarzer, der erst am vergangenen Montag nach seinem Türkei-Urlaub zur DHB-Auswahl stieß. "Es war in seinem Sinne und im Sinne der Mannschaft, dass er nicht die ganze Vorbereitung mitmacht", meinte Brand zur "Lex Schwarzer". Der 38 Jahre alte Kreisläufer und Abwehrboss, der in Mannheim sein 311. Länderspiel bestreitet, hatte sich zuletzt mit einem Trainingsplan fitgehalten.

Bei den Teambuilding-Maßnahmen in Meran war Schwarzer jedoch an Bord. In einem fünf Kilometer langen Berglauf über 530 Höhenmeter wurde dabei die Zeit der einzelnen Gruppen gestoppt - und das um sieben Uhr morgens. Wenig später folgte ein Zehn-Kilometer-Lauf. Ziel der Übungen des Sportpsychologen Jan Mayer war es, die Gruppen auf Extremsituationen vorzubereiten.

Die letzten beiden Länderspiele auf deutschem Boden finden für den Weltmeister am 26. Juli, dem 56. Geburtstag von Brand, in Köln und am 27. Juli in Halle/Westfalen jeweils gegen Russland statt.

© SID

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