Handel beginnt am 14. September
Experte hält "Xetra US Stars" für Kleinanleger wenig interessant

Am 14. September startet der Handel mit US-Aktien über die elektronische Handelsplattform Xetra der Deutschen Börse AG. Markus Straub, Vize-Vorsitzender der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre, ist skeptisch.

dpa-afx MÜNCHEN. Am 14. September startet der Handel mit US-Aktien über die elektronische Handelsplattform Xetra der Deutschen Börse AG. Diese Möglichkeit ist für Kleinanleger nach Ansicht eines Experten jedoch wenig interessant. "Für viele Kleinaktionäre ist das nicht unbedingt relevant, weil sie bisher schon über die Regionalbörsen diese Werte zu relativ attraktiven Konditionen handeln können." Das sagte der Vize-Vorsitzende der in München ansässigen Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre, Markus Straub.

196 US-Werte handelbar

Das neue Segment "Xetra US Stars" macht nach Angaben der Deutschen Börse AG insgesamt 196 US-Werte in Euro handelbar. Es wird alle Aktien des Industrie-Indizes Dow Jones Industrial Average enthalten, der die 30 Top-US-Standardwerte umfasst. Dazu kommen alle Werte des marktbreiteren Standardwerte-Indexes S&P 100 und alle der Technologie-Leitbörse Nasdaq 100 sowie alle US-Aktien aus dem Dow Jones Global Titans 50. In diesem Index sind 50 der weltweit größten Unternehmen gelistet.

Währungsrisiko bleibt

Für Privatanleger und institutionelle Anleger sollen die Kosten auf das Niveau eines inländischen Wertpapier-Geschäftes sinken. "Der Handel mit diesen Werten soll liquider werden", sagte Straub.

"Abgerechnet wird nach deutschen Konditionen, also Inlandskonditionen", erklärte der Kleinaktionärsschützer. "Das ist aber bisher auch an den Regionalbörsen, beispielsweise in Stuttgart, Berlin oder Düsseldorf so." Auch die "Spreads", also die Unterschiede zwischen dem An- und dem Verkaufskurs, seien an den Regionalbörsen schon so eng, das sich ein Ausweichen auf den Xetra nicht unbedingt lohnen würde. "Und das Währungsrisiko bleibt natürlich nach wie vor vorhanden", sagte Straub.

Gute Informationsmöglichkeiten

Für Kleinanleger, die an den im "Xetra US Stars" vertretenen Firmen interessiert sind, biete das Internet gute Informationsmöglichkeiten. "Es sind ja die 200 größten Werte, die sind teilweise auch auf deutschen Internetseiten besprochen", sagte Straub.

Zudem verfügten US-Firmen häufig über "ausgezeichnete Investor Relations-Möglichkeiten". In den USA müssen Unternehmen alle relevanten Geschäftsdaten der Öffentlichkeit zugänglich machen. Bei großen Firmen sind diese Daten auf den Homepages einsehbar.

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