Handel bleibt nervös
Gewinnmitnahmen belasten den Dax

Die deutschen Standardwerte haben am Freitagmittag überwiegend Verluste verbucht. Der Deutsche Aktienindex Dax fiel um 1,01 Prozent auf 4 670,70 Punkte.

dpa-afx/vwd FRANKFURT. Der MDax , in dem die 70 mittelgroßen Standardwerte zusammengefasst sind, verlor 0,14 Prozent auf 4 158,90 Punkte.

"Gewinnmitnahmen zum Wochenende und Unsicherheit über drohende Terroranschläge" seien verantwortlich dafür, dass der Dax sich am Freitagmorgen wieder abwärts bewege, sagte ein Frankfurter Händler. Der Tag ist nach Einschätzung eines anderen Analysten nach den guten Vorgaben aus den USA und den guten Autoabsatzzahlen damit bisher unerwartet schwach ausgefallen. "Es ist aber kein Schaden, wenn wir mal einen Tag etwas im Minus schließen", sagte er. Das könne den Aufwärtstrend eher noch unterstützen. Der Handel bleibe nervös; es werde vor allem auf die Daten zum US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan gewartet.

Automobilwerte uneinheitlich

Die Automobilabsatzzahlen, die am Morgen veröffentlicht wurden, wurden als positive Überraschung gewertet. Automobilwerte tendierten dennoch uneinheitlich. BMW fielen um 1,9 Prozent auf 33,46 Euro, VW stiegen um 0,9 Prozent auf 41,33 Euro. Daimler-Chrysler gaben 2,2 Prozent auf 38,62 Euro ab.

Deutsche Telekom gehörten mit einem Minus von 2,7 Prozent auf 17,82 Euro zu den größten Verlierern im Dax. Ein Beobachter führte den Kursrückgang auf Gewinnmitnahmen zurück, denn in den vergangenen Wochen habe die Aktie zu den stärksten Kursgewinnern gezählt. Die Ankündigung einer neuen Anleihe zum Schuldenabbau bewertete er eher positiv.

Nach einem sehr festen Start rutschten Infineon mit 0,3 Prozent auf 16,45 Euro ins Minus. Am Morgen hatte der Chiphersteller noch zeitweise die Gewinnerliste angeführt, nachdem Infineon-Chef Ulrich Schumacher gegenüber dem Handelsblatt betont hatte, dass Infineon keine finanziellen Probleme habe. Die Zahlungsfähigkeit sei gesichert, und der Chip-Hersteller stünde besser da als viele Konkurrenten.

Metro proditiert von Carrefour

Metro legten dagegen um 2,2 Prozent auf 39,48 Euro zu. Nach Einschätzung einer Analystin profitiert der Wert von der Bekräftigung der Prognosen von Carrefour. "Die Einzelhandelswerte in Europa entwickeln sich zurzeit sehr parallel", sagte die Beobachterin. "Es gibt wenige sonstige Orientierungspunkte; daher orientiert man sich bei der Einschätzung besonders stark an der Peer-Group."

Die Aktien der Deutschen Bank verloren 1 Prozent auf 64,31Euro. Das Investmenthaus Merill Lynch hatte die Aktie herabgestuft. Der Kurs sei zu früh und zu schnell gestiegen, hieß es als Begründung von den Analysten.

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