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Handel droht mit Protesten gegen Zwangspfand

Der Handel will sich mit dem für Anfang 2002 geplanten Zwangspfand auf Dosen und Einwegflaschen nicht abfinden.

ap HANNOVER. Der Handel will sich mit dem für Anfang 2002 geplanten Zwangspfand auf Dosen und Einwegflaschen nicht abfinden. "Ich kann jeden Händler verstehen, der den Zirkus nicht mitmachen will und zu zivilem Ungehorsam aufruft", zitiert die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" den Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels, Holger Wenzel. Der HDE könne sich durchaus vorstellen, Demonstrationen und Protestaktionen der Betroffenen gegen die Pläne von Bundesumweltminister Jürgen Trittin zu unterstützen.

Wenzel kündigte zugleich an, die Länder "mit allem Hochdruck zu bearbeiten", um das Gesetz im Bundesrat zu Fall zu bringen. Gegner der Verordnung argumentieren, dass ein Zwangspfand auf Dosen und Einwegflaschen den Anteil der Einwegbehälter nur weiter steigen lassen würde.

Trittin und Wirtschaftsminister Werner Müller hatten vor drei Wochen ihre Pläne für die Neuregelung vorgestellt. Sie soll den Anteil von umweltfreundlichen Mehrwegflaschen stützen und verhindern, dass immer mehr Büchsen und Flaschen in die Natur geworfen werden. Das Pfand soll nach Einführung des Euro bei 25 Cent (etwa 50 Pfennig) für kleine und 50 Cent (etwa eine Mark) für große Getränkeverpackungen liegen.

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